Grüne Branche

Internetportal Klimawald.de gestartet: Bäume pflanzen vom Computer aus

Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz hat gemeinsam mit der Erfurter Agentur Weltlabor und Vertretern von ThüringenForst das Internetportal www.klimawald.de gestartet. 

Startseite des neuen Internetportals Klimawald.de. Screenshot: www.klimawald.de

„Jeder Bürger kann vom Computer oder Smartphone aus mithelfen, dass in Thüringen zusätzliche Bäume gepflanzt werden. So entsteht ein Klimawald der Bürger“, sagte der Umweltminister am 13. Januar.

Die Klimawald-Internetplattform steht Interessierten, Firmen und Institutionen offen, die eine Patenschaft für eine Klimawaldparzelle übernehmen wollen. Interessierte können virtuell die Pflanzung von realen Bäumen zum CO2-Ausgleich veranlassen.

Die Agentur Weltlabor hat die Webseite entwickelt und übernimmt ihre Vermarktung. Die praktische Umsetzung, also die Suche geeigneter Aufforstungsflächen, die Pflanzung und die anschließende Pflege der Klimawälder erfolgt durch ThüringenForst.

Die Landesforstanstalt hat zunächst drei geeignete Standorte für die Klimawald-Pflanzungen bereitgestellt, die ab Frühjahr 2014 bepflanzt und gepflegt werden. Hierbei handelt es sich um das zukünftige 0,6 Hektar große Klimawaldgebiet „Allendorf“ nördlich von Bad Salzungen, das 0,6 Hektar große Klimawaldgebiet „Schwansee“ südlich der Gemeinde Schwansee und den 0,98 Hektar großen Klimawald „Wollersleben“ zwischen Wolkramshausen und Werther.

Für einen Betrag von zehn Euro pro Baum können Klimapaten die Pflanzung eines Baumes beauftragen. An den Pflanzaktionen kann man selbst teilnehmen. Jeder Klimapate kann auf der Internetplattform ein Klimastatement mit Foto einstellen, Lieblingswebseiten verlinken und sich als Mitglied der Klimawald-Community mit gleichgesinnten Wald- und Klimafreunden austauschen.

Die Pflanzungen erfolgen jeweils gebündelt im Frühjahr und im Herbst. Alle Klimawald-Aufforstungen im Rahmen des Projektes sind zusätzliche Aufforstungen. Die Zertifikatinhaber werden jedoch weder Eigentümer der Bäume noch der Parzelle. Nach 15 Jahren gehen die Aufforstungsflächen in die ordnungsgemäße forstliche Bewirtschaftung des Flächeneigentümers über.

Eine Kooperation zur Beobachtung und Visualisierung des Biomassezuwachses der Klimawälder per Satellitenradar ist mit dem Jenaer Unternehmen „Earth Observation Services“ (EOS) geplant. Als überregional aktiver Kooperationspartner konnte das Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz (THINK) gewonnen werden. (bo)