Grüne Branche

Interview: „Am Ende benötigt der Gärtner nur ein einziges Werkzeug“

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Bei der bekannten VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ bewerben sich Erfinder mit vielversprechenden Geschäftsideen. Doch nicht alle schaffen es in die Gründer-Show. Rudolf Wild traute sich und zog mit seiner gärtnerischen Erfindung der „Ruwi-Multiharke“ direkt einen Deal mit dem Investor Ralf Dümmel an Land.

Rudolf Wild konzipierte sich seine Gartenwerkzeug selbst und holte sich seinen „Die Höhle der Löwen“-Deal. Foto: privat

Herr Wild, welches Konzept steckt hinter der Multiharke?

Von Kindheit an bis heute hatte ich schon immer Lust am Gärtnern. Obwohl ich mich sportlich fit hielt, machten mir mit 70 Jahren Rückenschmerzen Probleme beim Bücken, sodass ich das Unkraut jäten nur noch kniend am Boden verrichten konnte. Eine Möglichkeit, diese Arbeiten im Stehen zu erledigen war die Geburtsstunde meiner Erfindung der 1,50 Meter langen „Ruwi-Multiharke“ mit vielen weiteren Funktionen, die 2013 erfand.

Tatsache ist, dass nur ein Werkzeug anstelle von mindestens vier herkömmlichen Gartenwerkzeugen benötigt wird und deshalb die Verschwendung von Stahl um rund 75 Produzent reduziert wird. Zudem werden die Langlebigkeit und Erhaltung durch die Verwendung von Edelstahl ist für Jahrzehnte garantiert. Am Ende benötigt der Gärtner nur ein einziges Werkzeug zum Herumschleppen und Aufbewahren und kann die Arbeiten jäten, lockern, roden, graben, einebnen, Erde andrücken, Saat- und Pflanzenmulden ziehen sowie Fugen säubern im Stehen erledigen.

Sie haben Ihre Multiharke in der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt. Hier werden neue Produkt-Konzepte und -ideen von kreativen Erfindern präsentiert. Wie kam es dazu?

Aufgrund der einzigartigen Einsatzmöglichkeiten der Ruwi-Multiharke hatte ich auf den großen Garten-Ausstellungen riesigen Erfolg. Um die Vermarktung sehr erfolgreich zu gestalten, gab es die Chance in die „Die Höhle der Löwen“ zu gelangen. Mein Sohn hat mich im Dezember 2017 zum Casting für den Fernsehsender QVC nach München angemeldet, worauf im Februar 2018 die Einladung zur TV-Aufzeichnung kam.

Wie haben Sie aus Ihrer Sicht die Jury von Ihrer Idee überzeugt?

Als ich bekleidet als Gärtner die „Höhle der Löwen“ betrat, wurde ich mit stürmischem Applaus empfangen. Nach meiner kurzen Vorstellung führte ich in einem Beetkasten von zwei mal zwei Meter Größe sämtliche Funktionen der Harke vor, wobei mir die fünf Löwen mit überzeugter Begeisterung folgten und so dem Deal mit Unternehmer Ralf Dümmel nichts mehr im Wege stand.

Was war die größte Herausforderung für Sie?

Meine Tätigkeit bestand im Wesentlichen darin, dass das Produkt in Form, Funktion und Qualität absolut identisch zu meinem ersten Entwurf auf den Markt kommt.

Wie ist die von Ihnen wahrgenommene Resonanz auf die Multiharke bisher?

Der Ansturm nach der Ausstrahlung war überwältigend, weshalb die Harke bei den Märkten (50.000 Stück) nach wenigen Tagen ausverkauft war. Die nächsten Harken kommen im März 2019 wieder in den Handel und werden schon sehr dringend erwartet.

Welchen Tipp würden Sie heute Erfindern aus der Grünen Branche mit auf den Weg geben, die planen, sich bei der Höhle der Löwen zu bewerben?

Wenn Erfindungen für den Garten- und Landschaftsbau erfolgreich werden sollen, bedarf es einer bis dato nicht existierenden Idee mit einem versprechendem Anwendungszweck.