Grüne Branche

Interview: „Betrachten Sie eine Webseite wie einen Garten“

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Diana Fütterer und Dr. Birgit Puck von gruenestreiben.de sind spezialisiert auf Online-Marketing für die Grüne Branche und Floristikbetriebe. Wir wollten von den beiden Expertinnen wissen, was eine Unternehmenswebseite heute können muss und wie man den Auftritt im Netz fit für Google macht.

Diana Fütterer (r.) und Dr. Birgit Puck von gruenestreiben.de sind spezialisiert auf Online-Marketing für die Grüne Branche und Floristikbetriebe. Foto: gruenestreiben.de

Viele Unternehmen der Grünen Branche sehen eine Webseite auf dem neuesten technischen Stand nicht als lohnende Investition an. Müssen Webseiten immer teuer sein? Was muss eine gute Webseite "können"?

Eine Website MUSS auf PC, Tablet und Handy einwandfrei laufen. Die meisten surfen heute mobil. Wer keine gute Darstellung hat, wird sofort weggeklickt. Ein Content Management System wie Wordpress kann kinderleicht bedient werden, wenn man dafür die Zeit hat. Das Einpflegen einer Galerie, Portfolio, Blog oder die Einbindung von Videos …, alles ist möglich. Ohne ein Händchen für Bilder, Layout und ein ausgeprägtes Gefühl für Sprache wird’s schwierig. Doch Unternehmen fehlt oft die Zeit, sich um die Website zu kümmern. Dafür gibt’s ja Leute wie uns.

Die Kosten für eine neue Website richten sich nach Umfang und Aufwand. Da müssen einige Fragen im Vorfeld beantwortet werden. Standardlösungen sind meistens nicht zielführend. Betrachten Sie eine Website wie einen Garten: Bei guter Pflege kann sie wachsen, gedeihen und eine gute Ernte bringen.
 

Was bedeutet Suchmaschinenoptimierung für meine Website?

Websites sollten in erster Linie den Menschen im Blick haben. Interessante und aktuelle Inhalte sind wichtig. Dann kommt ein User gern wieder. Die Website einer Gärtnerei oder eines Floristikunternehmens sollte inspirierend und informativ gestaltet sein. Der Faktor Spaß und Unterhaltung ist auch nie verkehrt. Erst im zweiten Schritt sollte man an die Suchmaschine denken, die meine Website anzeigen soll.

Für die Suchmaschinen wie Google gilt: Text, Text, Text. Denn nur über den Text, das Wort wird man gefunden. Jedes Foto braucht einen Titel, eine Bildunterschrift und möglichst eine detaillierte Beschreibung. Die Suchmaschinen filtern unter anderem nach Bildbeschreibungen, Schlüsselwörtern, Headlines und den Beiträgen auf den einzelnen Seiten.

Beim Text muss man ein wenig Phantasie entwickeln. Wer Keywords oder mehrfach gleichen Wortlaut benutzt, gilt für „Google“ als uninteressant. Statt mehrmals von „Topfpflanze“ zu schreiben, besser den Begriff erweitern und näher beschreiben: Blumen im Topf, Pflanzen für die Wohnung, Zimmerpflanze, Grünpflanze oder Produkte genauer bezeichnen wie z. B. Sukkulenten, Echeveria, Aloe.

Sogar ganze Sätze können als Keywords formuliert werden. Füllwörter oder Präpositionen (auf, über, bei, in…) sind nicht entscheidend. Fragen sind auch gut. „Wie schneide ich meine Rosen?“ … Da kann die Gärtnerei Tipps geben und gleich ihr Angebot vorstellen.
 

Worauf legt Google aktuell besonderen Wert? Wie kann ich als Unternehmen am Ball bleiben?

Google will immer wieder neue Inhalte. Wer einmal seine Website ins Netz gestellt hat und sie dann monatelang vergisst, wird von Google vergessen. Nach unserer Erfahrung haben sich ein bis zwei Blogbeiträge pro Monat bewährt. Das Thema Weihnachten starten wir im September. Da suchen die ersten Firmenkunden nach Tannen und Weihnachtsdekoration. Endverbraucher etwas später.

Die Suchmaschine filtert zunächst im regionalen Umfeld des Users. Findet die Suchmaschine im Umkreis keinen Anbieter, wird der geografische Radius größer. Unternehmen, die auf der ersten Seite bei Google ganz oben angezeigt werden, sind entweder zahlende Google-Nutzer oder für Google besonders attraktive Seiten.

Ein Kunde sagte mal zu uns: „Also, wenn ich „Blumen“ bei der Suche eingebe, findet mich Google nicht auf den ersten Seiten. Logisch! Mit so einem allgemeinen Keyword werden erst mal diejenigen angezeigt, die Geld für Google-Werbung ausgeben. Mit einem Keyword wie „Craspedia“ könnte das schon ganz anders aussehen.

Regional kann man mit spezifischen Leistungen auch der Platzhirsch auf Seite eins werden. Natürlich nicht mit allen Keywords. Google bevorzugt beim Filtern gern seine eigenen Dienste. Gut ist es deshalb, bei Google+ ein Business-Konto einzurichten. Der Eintrag ist kostenfrei. Darüber werden Website-Adresse, Unternehmensbeschreibung, Öffnungszeiten, Standort auf Google Maps und Fotos angezeigt. Kunden können das Unternehmen bewerten. Diese Angaben erscheinen rechts auf der Google-Seite.
 

Und wie bleibt man am Ball, was Google-Updates und veränderte Suchmaschinenanforderungen angeht…?

Ein einfaches Statistik-Tool auf der Website gibt Aufschluss über die Besucher. Bei deutlichem Besucher-Rückgang sollte man mal seine Seite checken lassen. Ganz simpel kann man über die Google-Suche abfragen, ob es bei den Logarithmen von Google Änderungen gibt. Meist wird man über Artikel von Online-Fachzeitschriften dann fündig.


gruenestreiben.de: Diana Fütterer und Dr. Birgit Puck

Diana Fütterer und Dr. Birgit Puck von gruenestreiben.de sind spezialisiert auf Online-Marketing für die Grüne Branche und Floristikbetriebe.

Diana Fütterer ist Webdesignerin und Landschaftsgärtnerin. Sie war viele Jahre Führungskraft im Garten- und Landschaftsbau und ist seit 15 Jahren im Bereich Webtechnologie, Webdesign und Grafik tätig. Dr. Birgit Puck ist studierte Germanistin, Autorin und Texterin mit langjähriger Berufspraxis im Marketing und in der Erwachsenenbildung. Sie schreibt Website-Texte und Beiträge für Verlage.

Kennen gelernt haben sie sich in einer Social Media Schulung, als die sozialen Netzwerke noch in den Kinderschuhen steckten. Seit 2014 arbeiten sie als Agentur-Duo zusammen. Agentursitz ist Hamburg, Krönenbarg 89, 21077 Hamburg, Tel. 040 328 70 350, www.gruenestreiben.de