Grüne Branche

Interview: „Die Öffentlichkeit sieht Insektizide kritisch“

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Das Umweltinstitut München möchte die öffentliche Debatte um den Pflanzenschutz weiter anstoßen. „Unserer Meinung nach braucht es all diese Mittel nicht“, so Karl Bär, Referent für Agrarpolitik und Handel, im Video-Interview mit TASPO Online. Die Einrichtung hatte vergangene Woche erfolgreich gegen das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) geklagt und Recht bekommen. 

Karl Bär tritt für den völlig ökologischen Landbau ein. Foto: Christian Mannsbart

Insektizide: BVL muss Anzahl an Zulassungsanträgen offen legen

Verhandelt wurde vor dem Verwaltungsgericht in Braunschweig. Das BVL hatte im vergangenen Jahr eine Anfrage des Instituts um die genau Anzahl von Zulassungsanträgen abgelehnt, die für Pflanzenschutzmittel auf Basis der Wirkstoffe Cyantraniliprol und Flupyradifuron laufen. In der Begründung gab die Behörde an, die Betriebsgeheimnisse der Pflanzenschutzmittelhersteller schützen zu müssen.

Etwas pikant: Im Vorfeld der Verhandlung waren die begehrten Informationen trotz Veto der Bundesbehörde an die Öffentlichkeit gelangt. In einem Fall hatte ein Hersteller offen gelegt, einen entsprechenden Zulassungsantrag gestellt zu haben. Im anderen Fall hatte die Behörde selbst Einblick in die laufenden Zulassungsanträge gewährt.  

Mehr zur Verhandlung lesen Sie in TASPO 16/2018, die am kommenden Freitag, 20. April erscheint.

Weshalb das Umweltinstitut die Zulassungsanträge offen legen möchte und wie umweltverträglicher Pflanzenschutz aussehen könnte, legt Karl Bär im Video-Interview mit TASPO Online offen.