Grüne Branche

Interview: „Gerade heute gilt es, mutig zu sein“

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Das Musikfestival ParookaVille war auch in diesem Jahr Schauplatz einer besonderen Aktion, die Landgard im Rahmen seiner Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ durchführte. Wir sprachen mit Michael Hermes, Bereichsleiter Marketing und Kommunikation bei Landgard, über die Hintergründe und welchen Nutzen Gärtner aus Aktionen wie diesen ziehen können.

Wer hat die Ideen dafür entwickelt, wer hat sie auf dem Festival umgesetzt?

Die Idee, die Festivalbesucher mit Blumenhaarkränzen als Fashion-Must-have zu begeistern, ist 2016 von den kreativen Köpfen des „1000 gute Gründe“-Teams entwickelt worden. Wir haben sie dann den Gründern von ParookaVille präsentiert – und die waren direkt mit Begeisterung dabei.

Nach der tollen Resonanz im ersten Jahr haben wir unsere Präsenz daher in 2017 noch ausgebaut und den Stand um Workshop-Stationen zum Thema „Blumenschmuck“ erweitert. Um für den größten Besucheransturm gewappnet zu sein, haben unsere fleißigen Landgard-Floristen dann im Vorfeld in der Unternehmenszentrale in Straelen-Herongen einen Großteil der Kränze schon einmal vorab gebunden.

Diese Menge reichte allerdings nicht aus. Darum hat das Team gemeinsam mit weiteren Landgard-Mitarbeitern und Floristen noch in ParookaVille parallel zum Verkauf möglichst viele frische Kränze in den verschiedenen Ausführungen direkt vor Ort gebunden.

Was lief besonders gut, was war besonders gefragt?

Insgesamt waren unsere Haarkränze der absolute Festival-Hit. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass junge Käufer bereit sind, für tolle Qualität auch einen höheren Preis zu zahlen. Besonders das hochwertigste Modell, das natürlich auch mehr kostete, entpuppte sich als echter Verkaufsschlager. Bei allen Blumen-Accessoires wurden generell die echten Blüten bewundert und der tolle Duft gelobt. Aber auch unsere Festival-Neuheiten, die DIY-Stationen mit der Möglichkeit, Schmuck aus echten Blumen zu machen, kamen richtig gut an.

Was hat die Teilnehmer an der Aktion nach Ihrer Einschätzung besonders begeistert?

Schön war, dass die Verweildauer am Stand insgesamt sehr hoch war. Das zeigt, dass sich die Festival-Besucher bei uns wohlgefühlt haben. Die Chill-out-Area wurde gut genutzt – kein Wunder, all unsere Blumen haben ja auch eine schöne Umgebung geschaffen, die gemeinsam mit dekorativen Elementen wie beispielsweise unserem Peace-Zeichen aus Blumen gerne als Location für eigene Festival-Schnappschüsse genutzt wurde. Von vielen Seiten bekamen wir dann auch ein tolles Kompliment: „Blumen – 1000 gute Gründe“ hätte den schönsten Stand auf dem Festival.

Einerseits freut uns das natürlich persönlich, da es ein schöner Lohn für die Vorbereitungsarbeit war. Andererseits hat es den medialen Nutzen der Aktion noch einmal deutlich gesteigert. Unsere Blumen wurden bei unzähligen Selfies am Stand auf verschiedenste Weise in Szene gesetzt – von romantisch bis sexy war alles dabei. Diese Fotos wurden fleißig bei Instagram und Co. gepostet – und das Thema „Blumen als Festival-Fashion“ so in den sozialen Medien vielfach gespielt.

Wurden die Kränze und anderen blumigen Objekte alle verkauft? Zu welchen Preisen?

Ziel von „Blumen – 1000 gute Gründe“ für das ParookaVille-Festival 2017 war es, möglichst viele Besucher für Blumen als Accessoires zu begeistern. Darum haben wir uns nach dem erfolgreichen Auftakt im letzten Jahr bei der Planung für 2017 bewusst dafür entschieden, unsere Blumenkränze mit Preisen von 4,50 bis neun Euro, je nach Ausführung, so moderat wie möglich zu halten. Damit waren wir natürlich unter dem Strich lediglich kostendeckend.

Dennoch hat sich das Vorgehen für unser Ziel als goldrichtig erwiesen – der letzte Blumenschmuck ging bereits am Sonntagmittag über den Tresen. Wie sich die Preise im nächsten Jahr entwickeln, nachdem sich die Blumenaccessoires als Festival-Must-have nun etabliert haben, müssen wir dann mal schauen.

Wer hat vor allem gekauft?

Blumenhaarkränze und Schmuck wurden vor allem von weiblichen Besucherinnen oder männlichen Festivalgästen als Geschenk für die Begleiterinnen gekauft. Männliche Besucher konnten wir eher für Armbänder oder Verzierung am Cap begeistern. Ein paar besonders Modebewusste stürzten sich aber auch selbst mit einem Haarkranz zurück ins Musikgetümmel.

Wie können Gärtner Ihrer Einschätzung nach dieses Thema und die Erkenntnisse nutzen?

Diese Aktion hat wieder einmal gezeigt, dass es sich auf jeden Fall lohnt, moderne Ideen mit Blumen und Pflanzen geschickt zu verbinden. Moderne Verkaufskonzepte anzubieten, zieht sich bis zur Sortimentsplanung durch, bei der es sich sicherlich lohnt, Sorten mit einzuplanen, die in Farbe, Form oder Haltbarkeit bei den Modetrends zum Einsatz kommen können.

Gleiches gilt für Floristen. So gab es beispielsweise in ParookaVille auch viele eigene Blumenhaarkranz-Kreationen zu bewundern, die von den Festivalbesuchern entweder selbst entworfen oder auch im Vorfeld bei Floristen erworben worden waren. Keine Frage: Blumenaccessoires sind dank der Landgard-Initiative als Festival-Must-have fest etabliert. Das gilt es für den Fachhandel, nun geschickt aufzugreifen und auszubauen.