Grüne Branche

Interview mit Geschäftsführer Peter Knüttgen von Landgard Obst und Gemüse

Zur Eröffnung der Spargelsaison im Rheinland sprachen wir mit Peter Knüttgen, Geschäftsführer von Landgard Obst und Gemüse, nicht nur über die weißen Stangen. Bioproduktion, Globalisierung, Forderungen des Lebensmitteleinzelhandels und die Reaktionen der Vermarkter und der Produzenten waren ebenfalls Thema.

Wieviel Spargel vermarktet Landgard derzeit?

Insgesamt bauen die Produzenten in unserer Organisation auf etwa 500 Hektar Spargel an. Etwa 40 Hektar davon sind im geschützten und verfrühten Anbau, allerdings mit steigender Tendenz, da sich damit eine gute Gelegenheit ergibt, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Darin eingeschlossen sind dann die Flächen unter Folie, unter Doppelfolie, im Haus und mit Heizung?

Wir haben sehr wenig Spargelflächen im Gewächshaus, aber neuerdings kommen die beheizten Flächen durch Abwärmeprojekte wie die Degussa in Hürth- Kalscheuren. Im nächsten Jahr kommt noch ein weiteres Abwärmeprojekt neu hinzu.

Sehen Sie genau darin auch die Zukunft für die Spargelproduzenten: In einem verfrühten und geschützten Anbau oder darin, später in der Saison den Anbau hinauszuzögern?

Ja, einmal wegen der zu erzielenden Preise und der Saisonverlängerung und auf der anderen Seite wegen der politischen Komponente. Die Ökobilanz fällt natürlich durch solche Abwärmeprojekte sehr viel günstiger aus. Der Boden für den Spargel kann auf 22 bis 23 Grad geheizt werden, die Abwärme kommt mit 30 Grad aus dem Werk und geht mit acht Grad wieder zurück.

Welche Preise erzielt der Spargel im Moment?

An der Versteigerung erzielt der Spargel ab Ende März knapp unter zehn Euro je Kilogramm für allerbeste Qualitäten. Diese sind dann noch über Ostern zu halten, danach führen steigende Anbau- und Erntemengen nach und nach zu einem Rückgang der Preise. Je nach Marktlage kann der Preis dann bis auf zwei Euro je Kilogramm an der Versteigerung sinken.

Wie steht es mit der Produktion von Bio-Spargel?

Das gesamte Unternehmen stellt sich im Bereich biologisches Obst und Gemüse gerade neu auf. Noch haben wir keine eigenen biologisch bewirtschafteten Spargelflächen. Wir wissen jedoch, dass sich gerade die Spargelkultur als biologische Kultur geradezu anbietet.... Das gesamte Interview lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe Nr. 16.