Grüne Branche

Interview mit Vera Güls, Geschäftsführerin der Gärtnerhof GmbH: "Sponsoren sollen keine Fremdkörper, sondern ein Teil der Veranstaltung sein"

Die Planung einer Veranstaltung wie der Berliner Staudenmarkt verschlingt nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Ohne Sponsoren lassen sich Veranstaltungen in dieser Größenordnung aus eigener Kraft kaum stemmen. Heute unterteilt sich die Riege der Helfer von außen in drei Kategorien: die Sponsoren, die Werbepartner und die Kooperationspartner. Wie sich die alle "unter einen Hut" bringen lassen und welche Punkte über den Erfolg solcher Veranstaltungen entscheiden, darüber sprach Marc Vorwerk mit der Gartenarchitektin und Geschäftsführerin der Gärtnerhof GmbH, Vera Güls.

? Mit dem Botanischen Garten haben die Veranstalter einen perfekten Kooperationspartner gefunden, warum ergänzen sie sich so gut?

Veranstalter und Veranstaltungsort profitieren beide in nahezu symbiotischer Eintracht von dieser Kooperation. Der Staudenmarkt gibt dem Botanischen Garten einen Event-Charakter, und viele Besucher nehmen den Staudenmarkt zum Anlass, den Botanischen Garten zu besuchen. So auch umgekehrt.

? Auf den Prospektseiten und dem Internetauftritt des Staudenmarktes finden sich zahlreiche Sponsoren, die oft regional arbeiten. Für welche Sponsoren ist die Veranstaltung attraktiv?

"Bei den Sponsoren handelt es sich meist um mittelständische Unternehmen, die inhaltlich, als auch fachlich den Gedanken dieser Veranstaltung mittragen. Diese Unternehmen aus dem Raum Berlin und Brandenburg bieten selbst hochwertige Produkte aus dem Bereich Gartenkultur an, die auch zugleich ein gewisses Lebensgefühl kommunizieren. Bei der Auswahl der Sponsoren ist es daher wichtig, dass sich diese harmonisch in das Erscheinungsbild des Staudenmarktes einfügen. Die Sponsoren können auch je nach Jahreszeit wechseln, das ist von den wechselnden Themen der Veranstaltung abhängig. Zudem haben viele der mittelständischen Sponsoren nur Werbekapazitäten für eine Saison.

? Passende Partner zu finden, ist oft ein schwieriges Unterfangen, gerade dann, wenn Veranstaltungen kurzfristig anberaumt werden. Schon früh sind die Etats von Sponsoren über Jahre hinweg verplant. Mittlerweile hat sich in diesem Segment eine neue Branche etabliert: Agenturen, die sich ausschließlich mit dem Sponsoring und der Vermittlung von Sponsoren beschäftigen - greifen Sie auf solche Angebote zurück?

Bei unserer Suche wird keine Agentur beauftragt. Eine Zusammenarbeit mit einer Agentur wäre theoretisch vorstellbar. Die Vorbereitungen für unsere beiden Veranstaltungen beginnen etwa ein dreiviertel Jahr im Voraus. Die Auswahl der Sponsoren trifft ein dreiköpfiges Team des Gärtnerhofs. In der Regel sprechen wir potenzielle Sponsoren an, da wir gewährleisten möchten, dass der Sponsor auch in unser Konzept passt. Aber wir haben auch schon Anfragen von Sponsoren erhalten. Wir laden auch gerne potenzielle Sponsoren zu unseren Veranstaltungen ein, damit diese sehen können, wie sie sich am besten in unser Konzept einfügen können. Uns es ist bei der Kommunikation und der Betreuung der Sponsoren sehr wichtig, dass sich diese bei uns gut aufgehoben fühlen. Sponsoren sollen keine Fremdkörper, sondern ein Teil der Veranstaltung sein. (...) Das ganze Interview können Sie in der aktuellen Taspo Ausgabe Nr. 17 lesen.