Grüne Branche

Investition in Produktion von Holzbrennstoffen

Die Firma Gregor Ziegler in Plößberg/Oberpfalz, Hersteller von Rindenprodukten, investierte in den letzten vier Jahren mehr als 25 Millionen Euro. In diesen Tagen erfolgte die Inbetriebnahme der zuletzt getätigten Investition. Zum bisherigen Stammgeschäft - der Herstellung und dem Vertrieb von Rindenmulch, Blumenerden, Substraten, Torf - kamen im Jahr 2003 die Holzbrennstoffe (Herstellung, Vertrieb) hinzu. Mit einer Investitionssumme von 13 Millionen Euro in 2007 wurden nun für die Produktion der Holzpellets und Holzbriketts ein Heizkraftwerk mit einer Feuerwärmeleistung von 14 Megawatt je Stunde und ein entsprechender Trockner errichtet. Mit dieser Wärme erzeugt Ziegler zuerst Biostrom (2000 Kilowatt pro Stunde), welcher nach dem Erneuerbare Energie-Gesetz (EEG) ins anliegende Stromnetz eingespeist wird, um danach mit der Restwärme von ungefähr zwölf Megawatt einen Trockner zu beheizen. Dadurch trocknen die Späne auf eine Restfeuchte von etwa zehn Prozent. Daraus können dann die Holzpellets und Holzbriketts gepresst werden. Die Jahresproduktion der Holzbrennstoffe beläuft sich jetzt auf etwa 135000 Tonnen Holzpellets (= Jahresbedarf von ungefähr 25000 Haushalten) und 40.000 Tonnen Holzbriketts. Der Vertrieb der Brennstoffe erfolgt zum Beispiel über Baumärkte, Gartencenter, Supermärkte und andere Einzelhandelshäuser. Ebenso zählen Gärtnereien, die die Pellets in großen Heizanlagen verwenden, zum Kundenkreis. Der Kunde hat die Möglichkeit ein größeres Sortiment auf einem Lkw zu bestellen. Dies heißt: Er muss - um den günstigsten Preis zu bekommen - nicht einen kompletten Lkw (= 26 Paletten) eines gleichen Artikels nehmen, sondern es können auch 26 Paletten mit unterschiedlichen Artikeln sein. Somit spart er sich große Lagerhaltung.