Grüne Branche

Spargel: Ernte niedriger, Erzeuger zufrieden

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Die Saison für deutschen Spargel ist zu Ende. In Schleswig Holstein wurden die letzten Stangen am 24. Juni gestochen. Da sich die Frühjahrsmonate von ihrer kühlen Seite zeigten, begann die Ernte erst zum 20. April. Deshalb rechnet die Landwirtschaftskammer mit einem Ertrag, der bis zu 20 Prozent niedriger liegen wird, als im Vorjahr. Dennoch zeigten sich die Erzeuger zufrieden.

Deutscher Spargel wurde in diesem Jahr in Schleswig Holstein rund zwei Wochen später geerntet als im Vorjahr. Foto: Fachgruppe Gemüsebau

Weniger Spargel geerntet, Verbraucher zahlt gern mehr

Auch wenn voraussichtlich bis zu zehn Prozent weniger Spargel geerntet wurden, als im bisherigen Jahresdurchschnitt, zeigten sich die Produzenten nach Auskunft der Landwirtschaftskammer zufrieden. Die Feiertage im Mai bescherten einen guten Absatz für deutschen Spargel.

Und das obwohl die Preise aufgrund der geringeren Erntemenge (ca. 1600 Tonnen) und des Mindestlohns um 50 Cent bis zu einem Euro für das Kilo Spargel nach oben geklettert waren. Die Preise für die beste Qualität lagen zwischen acht und neun Euro. Aus Erzeugerkreisen heißt es, dass man trotz der hohen Preise mehr Spargel hätte verkaufen können, als angeboten wurde.

Jeder vierte Spargel unter Doppelfolienabdeckung

In Schleswig-Holstein wird auf rund 400 ha von rund 70 Betrieben Spargel angebaut. 25 Prozent der Spargelanbaufläche sind unter Doppelfolienabdeckung verborgen, die einen Spargelstich bereits ab April ermöglicht. Informationen der Landwirtschaftskammer zufolge werden 90 Prozent der Erträge direkt vermarktet. Im Schnitt isst jeder Deutsche 1,5 Kilogramm Spargel im Jahr.