Grüne Branche

IPM 2014: „Gartenbau volkswirtschaftlich von großer Bedeutung“

Mit einem klaren Bekenntnis zur Bedeutung des deutschen Gartenbaus als Zukunftsbranche hat Dr. Hans-Peter Friedrich, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, heute die 32. Internationale Pflanzenmesse (IPM) in Essen feierlich eröffnet. „Der Gartenbau ist ein zentraler Bestandteil der Agrarwirtschaft und auch volkswirtschaftlich von großer Bedeutung“, so Friedrich.

„Ich ermuntere alle Betriebe im Gartenbau, die Verbraucher noch mehr über Ihre Produkte zu informieren und gezielt auf Regionalität zu setzen. Wir müssen das Vertrauen der Verbraucher erhalten und die Freude und Begeisterung an Pflanzen weiter steigern“, so Friedrich. Auch auf die Bedeutung von Grün für eine lebenswerte Umwelt wies Minister Friedrich hin. „Städte bleiben nur bewohnbar, wenn genug Grün vorhanden ist “, so sein klares Statement.

Die Politik stehe laut Friedrich in der Pflicht, bestmögliche Rahmenbedingungen für den Gartenbau am Standort Deutschland zu schaffen. Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), begrüßte die Unterstützung der Politik sowie die konkreten Umsetzungspläne dazu: „Unterstützung bei uns Gärtnerinnen und Gärtnern findet die Absicht der Koalitionäre, die Umsetzung des Nationalen Aktionsplanes Pflanzenschutz weiterzuverfolgen. Ebenfalls zu begrüßen ist die Absicht, die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz zu einer ‚Gemeinschaftsaufgabe ländliche Entwicklung‘ weiterzuentwickeln, damit auch der Gartenbau hierbei endlich partizipieren kann“, so der ZVG-Präsident.

Mertz machte zudem deutlich, dass die Gewinnung und Sicherung von Nachwuchs- und Fachkräften für die Zukunft der Branche von elementarer Bedeutung ist. Daher stehe die ZVG-Nachwuchswerbekampagne in diesem Jahr im Mittelpunkt des Verbändestandes in der Halle 1A. Er lud alle anwesenden Gäste und Aussteller ein, sich am viertägigen Fotoshooting zu beteiligen und so Botschafter für den Beruf des Gärtners zu werden. Der ZVG-Präsident betonte, dass sich der Zentralverband Gartenbau für eine starke Zukunft des Gartenbaus einsetzt, forderte aber einen Zusammenhalt und Zusammenarbeit innerhalb der Branche, denn „Wer allein arbeitet – der agiert. Wer gemeinsam arbeitet – der multipliziert!“, so Mertz.

Im Anschluss an die IPM-Eröffnung machten sich der neue Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft sowie MEP Anthea McInytre bei einem Rundgang ein Bild von der ganzen Bandbreite des Angebotes der IPM und damit von der Leistungsfähigkeit der Gartenbau-Branche mit ihren vor- und nachgelagerten Bereichen. Am Stand des Zentralverbandes Gartenbau war die Delegation besonders beeindruckt von der interaktiven Präsentation der Nachwuchswerbekampagne. „Um dem Fachkräftemangel vorzubeugen, brauchen wir gut ausgebildete und leistungsbereite junge Menschen“, so Bundesminister Friedrich. Gerne besuchte er daher die eigens eingerichtete Foto-Ecke „Gärtner – der Zukunft gewachsen“. (zvg)