Grüne Branche

IPM ohne BKN, aber mit Meilland

Angesichts des zum Jahresende bei BKN Strobel eingeleiteten Insolvenzverfahrens stellte sich auch die Frage nach der Präsenz auf der Internationalen Pflanzenmesse. Der Messestand von Meilland sorgte demzufolge für die rosenorientierten Besucher der IPM für eine große Überraschung. Bislang wurde das französische Züchterhaus von BKN im deutschen Rosenmarkt vertreten, deren Messeauftritt trotz Vorankündigung überraschend abgesagt wurde. Deshalb hatte sich Meilland nun für einen eigenen Stand auf der Weltleitmesse entschieden.

Meilland mit eigenem Stand. Foto: E. Kötter

„Der Name Meilland muss auf der IPM vertreten sein“, lautet die Überzeugung des renommierten Züchters, der eine Teilfläche des langjährigen IPM-Stammplatzes von BKN für seinen Markenauftritt übernommen hatte – ein absolutes Novum für die Franzosen aus der Provence. Mit dem derzeitigen Insolvenzverfahren von BKN hat sich vieles auch für das französische Züchterhaus geändert.

Auf Nachfrage der Deutschen Baumschule berichtete Insolvenzverwalterin Jennie Best von der Reimer Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft (Hamburg) am 26. Januar über die momentane Situation wie folgt: „Dank des großen Einsatzes der Mitarbeiter konnte der Geschäftsbetrieb zunächst auch im eröffneten Insolvenzverfahren fortgesetzt werden. Während des Verfahrens haben sich eine Vielzahl von Interessenten mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs auseinandergesetzt. Keiner der Interessenten konnte sich letztlich durchringen, das Unternehmen der BKN-Gesellschaften zu erwerben und den Betrieb fortzuführen. Aufgrund des erheblichen Liquiditätsbedarfs in den Wintermonaten war eine langfristige Fortführung auf Kosten der Insolvenzmasse nicht möglich. Es wurde aber eine Lösung für einen Großteil des bestehenden Auftragsbestands gefunden, so dass die meisten Kunden mit einer Lieferung der bestellten Ware in der Saison rechnen können.“

Mittlerweile gibt es auch Neuigkeiten, die den Produktionsstandort in Holm betreffen. Wie das Hamburger Abendblatt und die TASPO berichteten, hat ein neuer Investor die 46 Hektar große Produktionsfläche erworben. Die Zukunft der Produktionsfläche bleibe aber demnach weiter ungewiss. Eine Umwandlung der Fläche für den Wohnungsbau sei ausgeschlossen und auch eine gewerbliche Nutzung sei eher schwierig, weil die Flächen allein für die landwirtschaftliche Nutzung vorgesehen sind. ek

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