Grüne Branche

IVG meldet erfolgreiches erstes Halbjahr

Die überwiegende Zahl der Mitglieder des Industrieverbandes Garten (IVG) beurteilen den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2011 positiv. So das Ergebnis einer aktuellen Befragung des Verbandes, an der sich Mitglieder aller fünf Fachabteilungen beteiligten.

Besonders hochwertige Gebrauchsgüter wie zum Beispiel Gartenmöbel waren im Frühjahr gefragt.Foto: Kettler

Zwei Drittel der im IVG organisierten, teilnehmenden Hersteller bezeichnen ihre derzeitige Geschäftslage als gut. Eine Verbesserung zum Vorjahr erkennen 53 Prozent der Teilnehmer. Zurückzuführen sei dies bei fast der Hälfte der Befragten auf die gestiegene Inlands-Nachfrage. Auch die Auslandsnachfrage habe sich im Jahr nach der Finanzkrise für die Hälfte der Mitglieder wieder verbessert. „Die Lieferanten und Hersteller für den Gartenmarkt sind aufgrund der Saisonalität des Gartenmarktes durchaus in der Lage, Engpässe in Produktion und Logistik flexibel auszugleichen. Demnach hatten die Steigerungen zunächst keine Ausweitung auf die Kapazitäten in der Produktion“ so Johannes Welsch, IVG-Geschäftsführer. Für das zweite Halbjahr geht man von einem saisonüblichen Verlauf der Nachfrage aus, wenngleich der zunächst verregnete Beginn skeptisch stimmen wird. Die zurückliegende Frühjahrssaison ermuntert ein Drittel der Befragten zu Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen innerhalb der nächsten zwölf Monate. Auch will man Marketingaktivitäten verstärken, nachdem diese unter dem Eindruck der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2009 teilweise stark zurückgefahren wurden. Zu erkennen ist den Mitgliederangaben zufolge eine leicht steigende Tendenz bei der Erwartung der Zunahme der Beschäftigtenanzahl. Die gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland wird von 83 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen als positiv bewertet. Auch die gegenwärtige Lage im Grünen Markt erachten 88 Prozent für gut. Gefragt nach den unternehmerischen Herausforderungen sind dies die Beschaffung, Preise und Verfügbarkeit von Rohstoffen, sowie die währungsbedingte Schwankungsbreite der Rohstoffmärkte mit nur kurzer Preisbindung. Vielfach beobachten die Mitglieder ein neues Qualitätsbewusstsein beim Verbraucher. Deutlich wird dies auch an der wachsenden Bedeutung des Fachhandels, der aufgrund der besseren Beratung, insbesondere bei langlebigen Gebrauchsgütern, teilweise einen Aufschwung erlebt. Doch ein Drittel verzeichnet nach wie vor eine deutliche Preisorientierung beim Konsumenten. Insbesondere seien Verbrauchsgüter weiterhin vom Preisdruck betroffen. Hier stellt sich insbesondere bei diesen Produkten die Aufgabe, Qualitätsunterschiede besser herauszustellen. Befragt nach der Rolle des Themas Nachhaltigkeit im Markt sehen 71 Prozent der Firmen dies als Trendthema, das zwar diskutiert, aber nur bedingt über gesetzliche Vorgaben hinaus vom Verbraucher eingefordert wird. Dennoch bringen sich Hersteller ins Gespräch, die sich mit Neuprodukten diesem Trendthema stellen.(ts)