Jahresumsatz im GaLaBau steigt auf 9,38 Milliarden Euro

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Die Zahl der Mitarbeiter und Auszubildenden im Garten- und Landschaftsbau ist 2020 ebenso gestiegen wie der Gesamtumsatz der Branche. Foto: BGL

Mehr Umsatz, mehr Betriebe, mehr Mitarbeiter und weniger Insolvenzen – so lässt sich laut der jetzt vom BGL veröffentlichten GaLaBau-Statistik 2020 das vergangene Jahr aus Sicht des Garten- und Landschaftsbaus zusammenfassen.

Gesamtumsatz im GaLaBau steigt um fast eine halbe Milliarde Euro

„Vor genau einem Jahr machten sich viele Kolleginnen und Kollegen Sorgen um ihr Geschäftsjahr, denn wir standen am Anfang des ersten Lockdowns. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass die Betriebe im GaLaBau 2020 insgesamt so erfolgreich abschließen konnten“, sagt dazu Lutze von Wurmb, Präsident des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL). Das erneute Wachstum der Branche zeigt sich unter anderem beim Jahresumsatz 2020, der dem BGL zufolge gegenüber dem Vorjahr um fast eine Milliarde Euro gewachsen ist – von 8,93 Milliarden Euro (2019) auf 9,38 Milliarden Euro.

Mehr Mitarbeiter und Auszubildende im Garten- und Landschaftsbau

Ebenfalls im vergangenen Jahr gestiegen ist dem BGL zufolge die Zahl der Garten- und Landschaftsbau-Betriebe – 2019 waren es noch 18.251 Unternehmen, 2020 wurden insgesamt 18.696 Betriebe verzeichnet. Dieser Anstieg wirkte sich gleichzeitig positiv auf die Zahl der Mitglieder in den Landesverbänden des BGL aus, die im vergangenen Jahr bei insgesamt 4.119 Betrieben lag und damit 113 mehr als 2019. Auch die Zahl der Beschäftigten im GaLaBau hat zugenommen und lag im vergangenen Jahr bei 126.354 Mitarbeitern (2019: 123.678 Mitarbeiter). Und auch für Berufseinsteiger hat die Branche noch einmal an Attraktivität gewonnen: Laut der BGL-Jahresstatistik machten 2020 insgesamt 7.458 junge Menschen eine Ausbildung als Landschaftsgärtner, was eine Zunahme von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeute (2019: 7.127 GaLaBau-Azubis). Rückläufig war dagegen die Zahl der Insolvenzen, die im vergangenen Jahr auf 61 Betriebe sank – weniger Firmenpleiten waren es laut BGL zuletzt 1994.

Betriebe profitieren von wachsender Nachfrage beim Privatgarten

Stärkstes Segment im Garten- und Landschaftsbau blieb auch 2020 der Privatgarten, wo dem BGL zufolge mit 5,44 Milliarden Euro (2019: 5,18 Milliarden Euro) rund 58 Prozent des Jahresumsatzes erwirtschaftet wurden. „Von der wachsenden Nachfrage beim Privatgarten haben die GaLaBau-Betriebe stark profitiert. Dennoch schauen viele von uns jetzt, mitten im zweiten Lockdown, mit gedämpften Erwartungen auf das neue Geschäftsjahr“, so von Wurmb, dem zufolge insbesondere die aktuell ungewisse Situation beim öffentlichen Grün Sorgen bereite. „Das ist verständlich – und hier werden wir als BGL auch nicht nachlassen, weiter Auftragssicherheit von Kommunen, sowie der Landes- und Bundespolitik zu fordern.“ Im vergangenen Jahr war der Umsatz der Garten- und Landschaftsbau-Betriebe im Bereich öffentliches Grün noch deutlich gestiegen – von 1,53 Milliarden Euro in 2019 auf 1,81 Milliarden Euro in 2020 (plus 18 Prozent). 0,96 Milliarden Euro wurden laut BGL im Wohnungsbau erwirtschaftet und 0,61 Milliarden Euro mit Aufträgen aus der Industrie.