Grüne Branche

JKI: neue Datenbank zu gentechnisch veränderten Pflanzen

Das EU-Forschungsprojekt GRACE (GMO Risk Assessment and Communication of Evidence) zur Bewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen will einen umfassenden Überblick über die wissenschaftliche Datenlage zur Risiko- und Nutzenbewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen und daraus hergestellten Lebens- und Futtermitteln bereitstellen. Aus einer Datenbank sollen künftig alle Werte abgerufen werden können. 

„Dazu werten wir mit unseren Partnern internationale Studien aus, die Aussagen über gesundheitliche, ökologische und sozioökonomische Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen treffen“, sagt der Koordinator Prof. Dr. Joachim Schiemann vom Julius Kühn-Institut (JKI). „Wir hoffen, auch Datenmaterial aus bisher nur lokal veröffentlichten Studien zu erschließen, die womöglich nur in der Landessprache etwa osteuropäischer Länder erschienen sind.“

Die Studien werden im Rahmen von GRACE in transparenter Weise und nach genau definierten wissenschaftlichen Qualitätskriterien ausgewertet. Damit ergibt sich ein nachvollziehbares Gesamtbild der wissenschaftlichen Datenlage. Ziel ist, dass künftig alle Daten von Wissenschaftlern, zuständigen Behörden für Sicherheitsbewertung und Risikomanagement, aber auch von interessierten Dritten aus einer Datenbank abgerufen werden können. Entwicklung und Pflege dieser so genannten „open access“-Datenbank übernehmen Experten des Julius Kühn-Instituts (JKI). Die Datenbank ist über die Projektwebsite www.grace-fp7.eu erreichbar und bleibt auch nach Beendigung des Projektes im November 2015 bestehen.

Das Projekt wurde von der EU-Kommission im Juli 2012 bewilligt und wird mit fast sechs Millionen Euro gefördert. Insgesamt nehmen 17 Partner aus 13 Ländern teil. Im Projekt GRACE werden diverse Workshops, Konferenzen, Interviews und Umfragen durchgeführt. (ts/jki)