Grüne Branche

Jubiläum: 25 Jahre Landschaftsgärtner-Cup in NRW

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An diesem Wochenende messen sich im Dortmunder Westfalenpark rund 230 GaLaBau-Azubis beim Landschaftsgärtner-Cup NRW, um die diesjährigen Landesmeister und damit die Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft der Landschaftsgärtner im September zu finden. Das Besondere: Der nordrhein-westfälische Landesentscheid feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum.

Die Teilnehmer beim Landschaftsgärtner-Cup müssen unterschiedliche Aufgaben bewältigen. „Königsdisziplin“ ist dabei die große Bauaufgabe. Foto: VGL NRW

Erster Landschaftsgärter-Cup 1994 in Paderborn

1994 fand der erste Landschaftsgärtner-Cup in Nordrhein-Westfalen statt, ausgerichtet vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportsplatzbau (VGL) Westfalen-Lippe. Auf der damaligen Landesgartenschau in Paderborn traten insgesamt 14 Dreier-Teams an, die sich aus Azubis, Gesellen und Meistern zusammensetzen.

Bereits im nächsten Jahr steigt auch der GaLaBau-Landesverband Rheinland als Veranstalter in den Landesentscheid mit ein, und weil in der Folgezeit auch das bundesweite Interesse an den landschaftsgärtnerischen Berufswettbewerben zunimmt, kommt es 1997 zum ersten Bundesentscheid – organisiert von den Landesverbänden in NRW auf der Bundesgartenschau in Gelsenkirchen.

Ab 2001 treten nur noch GaLaBau-Azubis an

In den Jahren darauf findet der Cup dann nicht mehr nur auf Landesgartenschauen, sondern auch in populären Parkanlagen NRWs statt, etwa im Maximilianpark in Hamm oder im Essener Grugapark. Eine weitere wegweisende Änderung beim Landschaftsgärtner-Cup bringt dann das Jahr 2001: Seitdem nehmen ausschließlich Auszubildende im Garten- und Landschaftsbau jeweils in Zweier-Teams an dem Wettbewerb teil.

Trotz dieser Einschränkung wird der Cup in den kommenden Jahren immer größer und zieht 2007 in den Westfalenpark Dortmund um. Lag die maximale Anzahl der teilnehmenden Teams im ersten Jahr noch bei 50, gehen mittlerweile zwischen 105 und 120 Teams pro Jahr beim Landschaftsgärtner-Cup an den Start. Neu ist zudem, dass am ersten Tag des Wettbewerbs Schulklassen GaLaBau-Luft schnuppern können.

Teilnehmer 2019 müssen mehrere Stationen bewältigen

Die nordrhein-westfälische Jubiläumsmeisterschaft in diesem Jahr findet ebenfalls im Westfalenpark statt, rund 230 angehende Landschaftsgärtner messen dort seit heute Morgen ihre Kräfte. Nach der Anmeldung und Einweisung der teilnehmenden Zweier-Teams ist der eigentliche Wettbewerb gegen 9:30 Uhr gestartet, unter anderem mit einer zweieinhalbstündigen Bauaufgabe.

Darüber hinaus gibt es mehrere unterschiedliche Stationen, die die Cup-Teilnehmer ebenfalls in insgesamt zweieinhalb Stunden bewältigen müssen – Vermessung (1,25 Stunden), Pflanzenkenntnis (zehn Minuten), Pflanzenschutz (zehn Minuten), Betriebswirtschaft (25 Minuten) sowie ein Landschaftsgärtnerisches Spezialgebiet (25 Minuten).

20 beste Teams kämpfen an Tag 2 um die Landesmeisterschaft

Die 20 besten Teams des ersten Wettbewerbstags müssen sich am morgigen Samstag, 11. Mai dann einer größeren und noch anspruchsvolleren Bauaufgabe stellen, bei der unterschiedliche Steinmaterialien verwendet und Pflanzarbeiten durchgeführt werden sollen.

Voraussichtlich gegen 17:15 Uhr sollen dann die diesjährigen Landesmeister feststehen, die NRW im September bei der Deutschen Meisterschaft der Landschaftsgärtner auf der Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn vertreten werden.

Landschaftsgärtner-Cup größter Berufswettbewerb der Branche

„Der Landschaftsgärtner-Cup ist im 25. Jahr seines Bestehens der größte Berufswettbewerb der Branche – hier werden die Besten aus NRW ermittelt. Dabei hat der Cup eine beeindruckende, äußerst positive Entwicklung genommen: Das Interesse bei unseren Unternehmen und bei den Auszubildenden ist riesig“, freut sich Jutta Lindner-Roth, Referentin für Nachwuchswerbung des VGL Nordrhein-Westfalen.

Im Lauf der Jahre habe der Verband den Wettbewerb dabei kontinuierlich weiterentwickelt. „Im Hinblick auf die Teilnahme am Bundesentscheid des Landschaftsgärtner-Cups und auf die Teilnahme an der Berufsweltmeisterschaft WorldSkills haben wir die Wertigkeit und Gewichtung der Bauaufgabe verändert“, so Lindner-Roth. „Denn für den Erfolg unserer Auszubildenden bei diesen Wettbewerben ist es wichtig, ein ganzheitliches Gewerk zu zeigen.“