Grüne Branche

Jubiläum 50 Jahre Stauden Ihm mit Workshop

Mit einem „Tag der offenen Tür“ feierte Stauden Ihm in Zehren bei Meißen am 13. August das 50-jährige Jubiläum der Gärtnerei. Das Unternehmen produziert heute mit 35 Mitarbeitern auf acht Hektar Freilandfläche rund 1.200 verschiedene Arten und Sorten.

Die Schau- und Versuchsanlage in Wilsdruff zeigt sich „durchgeblueht.de“, während Landschaftsarchitekt Michael Simonsen die Vorzüge der Staudenmischpflanzung erläutert.Werkfoto

Ein auf den Betrieb zugeschnittenes Transportsystem fährt wie von Geisterhand gesteuert über das Gelände und unterstützt den reibungslosen Ablauf von Produktion und Vermarktung. Für den „Tag der offenen Tür“ hat sich Stauden Ihm starke Partner aus der Region eingeladen. Die Baumschule Sämann aus Bautzen und Floristikgroßhandel Kynast aus Strehla präsentierten auf den Order- und Mustertagen aktuelle Herbsttrends mit farblichen Akzenten. Wie wichtig die richtige Präsentation von Stauden im Verkauf ist, vermittelte Antje Verstl von der Dendron Akademie aus Leipzig in einem dreistündigen Workshop, bei dem die Teilnehmer nicht nur wegen des warmen Wetters ins Schwitzen kamen. Derzeit wichtige Kundenthemen wie „Heiße Doppeldecker: Steingartenstauden, Blumenzwiebeln und Gräser“, „Schick in der Vase: Schnittstauden und Gräser“ sowie „Schöner Schatten: Stauden und Gräser für den Schatten“ wurden umsatzstark in Szene gesetzt.Tipps für die Präsentation der Stauden und Bilderbeispiele rundeten das praktische Kurzseminar ab: Stauden thematisch in Szene setzen: Alpenliebe, Stauden für den Balkon, als Heidebegleiter, für das Grab, saisonal wichtige Farben (beispielsweise jetzt im Herbst Orange-Gelb-Rot) Frische ist Argument Nummer 1: Keine alte Ware mit neuer Ware vermischen. Die Begehrlichkeit geht erfahrungsgemäß stark zurück. Weniger ist mehr: Besser wenige ausgewählte Sorten herausstellen und dafür mehr Exemplare. Ein Plädoyer für das Präsentieren statt Dekorieren. Stauden raus aus der Staudenabteilung: Unbedingt immer Zweitplatzierung bei Hortensien, Rosen, Gehölzen und Obst als Fußschmeichler. Es lebe das Gras! Gräser verkaufen sich am besten, wenn sie mit Blühstauden und Gehölzen präsentiert werden. Um Staudenmischungen ging es in Vorträgen von Landschaftsarchitekt Michael Simonsen, der sich seit nunmehr zwei Jahren mit seiner Firma „durchgeblueht.de“ insbesondere den Staudenmischpflanzungen verschrieben hat. In der Schauanlage in Wilsdruff werden einige der Mischungen unter hiesigen Klimaverhältnissen getestet. Dort konnten sich die Besucher vor Ort von Vorteilen oder Einsatzmöglichkeiten der Mischpflanzungen informieren: Einfacher Planen: Das Suchen in dicken Katalogen entfällt; nur eine Position im Angebot erforderlich; eine artenreiche Pflanzung entsteht mit attraktiven Blühperioden über das ganze Jahr. Effizient pflanzen: Aufwändige Absteckungen und sortenweise Auslegen entfallen; vorgemischt und pflanzfertig sortiert wird geliefert; es wird hintereinander weggepflanzt. Erheblich geringerer Pflegeaufwand: Schon im zweiten Standjahr verringert sich die Pflegezeit erheblich; nur vier Pflegegänge nach der Entwicklungspflege erforderlich; attraktive Alternative für Ersatz von Wechselflorflächen.