Julius Kühn-Institut lädt zum Apfeltag

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Sortendisplay der Apfel Genbank-Sammlung des JKI Dresden-Pillnitz. Foto: Ute Sonntag / JKI

Am Samstag, dem 12. Oktober lädt das Julius Kühn-Institut zum Pillnitzer Apfeltag und gibt dabei Einblicke in die Züchtung neuer und die Sammlung und Erhaltung alter Apfelsorten.

Jährlicher Pillnitzer Apfeltag

Das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen Julius Kühn-Institut (JKI) gehört als selbständige Bundesoberbehörde zum Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und forscht auf dem Gebiet nachhaltiger und umweltgerechter Pflanzenproduktion mit neuesten Technologien. Zu den Aufgaben des Instituts gehört somit auch die Sammlung und Erhaltung alter bewährter Sorten. Am Standort Dresden Pillnitz findet jährlich der Pillnitzer Apfeltag statt, der 2019 am kommenden Samstag, dem 12. Oktober in der Zeit von 10 bis 17 Uhr Einblick in die Arbeit des Instituts am Apfel gibt.

Informationen über Obstzüchtung

Der jährliche Pilllnitzer Apfeltag ist die Gelegenheit, umfangreiche und fundierte Informationen über die Fortschritte in der Obstzüchtung und die Genbankarbeit am Julius Kühn-Institut am Standort Dresden zu bekommen. Herzstück des Apfeltages ist das Display von verschiedenen alten Apfelsorten und Neuzüchtungen. Auch wenn in diesem Jahr viele Verluste und dramatische Schäden durch Frost und Hagel während der Vegetationsperiode geführt haben, sei es dem Institut dennoch gelungen, eine attraktive Sortenschau auf die Beine zu stellen. Die Auswahl der präsentierten Sorten variiere von Jahr zu Jahr und so werden in diesem Jahr von den Sorten mit langer Züchtungshistorie besonders die Renetten und Calville in den Blickpunkt gerückt. Es bestehe zudem die Möglichkeit, all die präsentierten Sorten zu verkosten. Außerdem werden Führungen durch die Genbank-Sammlung und dem Versuchsfeld, sowie Beratungen zur Obstsortenwahl, zu Pflanzenschutzmaßnahmen und zum richtigen Baumschnitt angeboten.  

Institut bietet Informationen zu Sorten online an

Wie das Institut in einer Meldung bekannt gab, biete es Übersicht über Obstsorten und ihre Eigenschaften in einer speziell geschaffenen Online-Datenbank der Deutschen Genbank Obst an. Betreut wird dieses Angebot durch das JKI. Es finden sich Steckbriefe zu den meisten der in Deutschland vorkommenden Sorten von Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche oder Erdbeere. Hier lässt sich auch recherchieren, wie viele unterschiedliche Renetten es beispielsweise in Deutschland gibt.

Neuzüchtungen widerstandsfähiger machen

Damit Neuzüchtungen mit weniger Pflanzenschutzmitteln auskommen und der Anbau von neuen Sorten insgesamt nachhaltiger werde, versuchen die JKI-Forscher beispielsweise die Widerstandsfähigkeit gegen Schorf und Mehltau aber auch gegen die Bakterienkrankheit Feuerbrand zu erhöhen, da gerade diese Schaderreger in ihrer Entwicklung nicht stehen bleiben. Die Kunst der Züchtung bestehe also darin, die positiven Eigenschaften unter eine Fruchtschale zu bekommen.