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Junge Wissenschaft: typische Probleme von In-vitro-Kulturen

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In diesem Jahr konkurrierten gleich neun spannende Projekte um das Preisgeld, das die TASPO Stiftung für ihren Nachwuchspreis „Junge Wissenschaft“ jährlich ausschüttet. Sieger ist Hans Bethge von der Leibniz Universität Hannover, der typische Probleme von In-vitro-Kulturen, wie zum Beispiel Mangelerscheinungen ausgewählter Nährstoffe oder Wachstumsanomalien, untersucht.

Hans Bethge von der Leibniz Universität Hannover hat für seine Untersuchungen zu typischen Problemen von In-vitro-Kulturen in diesem Jahr den Nachwuchspreis „Junge Wissenschaft“ gewonnen. Foto: privat

TASPO Stiftung fördert junge Wissenschaftler

Bereits seit 27 Jahren unterstützt die TASPO über ihre Stiftung junge Wissenschaftler. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft hat der Verlag inzwischen mehr als 30 wissenschaftliche Arbeiten in den unterschiedlichen Fachbereichen des Gartenbaus gefördert. Besonders Diplomanden, Masterstudenten und Doktoranden kommen in den Genuss der Stiftungsgelder.

Über einen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro kann sich in diesem Jahr der junge Wissenschaftler Hans Bethge von der Leibniz Universität Hannover freuen. Sein Projekt: Das Monitoring von Nährstoffmangelerscheinungen, Wachstumsanomalien und Kontaminationen ausgewählter pflanzlicher In-vitro-Kulturen.

Bethge untersucht Mangelerscheinungen und Wachstumsanomalien

Der Wissenschaftler untersucht anhand der drei wichtigsten beziehungsweise in Deutschland ökonomisch relevantesten In-vitro-Kulturpflanzengattungen Phalaenopsis, Rubus und Helleborus typische Probleme der In-vitro-Kulturen. Das sind beispielsweise Mangelerscheinungen ausgewählter Nährstoffe, Wachstumsanomalien oder bakterielle und pilzliche Kontaminationen.

Ziel von Bethges Projekt ist die technische Entwicklung einer multispektralen Fotobox und einer Benutzeroberfläche zur erleichterten Bedienung. Diese ermöglicht dem Benutzer die Auswahl der zu dokumentierenden Pflanzenart und des Zustandes. Die so erhobenen Daten können zur Veranschaulichung und Bestimmungshilfe typischer Probleme der In-vitro-Kultur dienen. Die Auswahl wird zusammen mit Bildern in einer Datenbank abgespeichert, sodass Datensätze zum Aufbau eines neuronalen Netzes entstehen.

Fotobox soll im In-vitro-Labor der Uni Hannover verbleiben

Im In-vitro-Labor der Abteilung Gehölz- und Vermehrungsphysiologie an der Leibniz Universität Hannover sind bereits rund 30 unterschiedliche Pflanzenarten und diverse Sorten In-vitro etabliert und bilden eine vielfältige Ausgangslage zur Durchführung der geplanten Versuche. Nach dem Projekt soll die entstandene Fotobox im In-vitro-Labor der Abteilung Gehölz- und Vermehrungsphysiologie als Dokumentationswerkzeug für die Studenten verbleiben und so den Datenschatz kontinuierlich erweitern.

Die übrigen Bewerber um den diesjährigen Nachwuchspreis „Junge Wissenschaft“ der TASPO Stiftung und ihre Projekte stellen wir Ihnen in der TASPO 49/2019 vor, die Sie in unserem Online-Shop abrufen können.

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