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Jungpflanzen-Transport: wenig Einfluss auf CO2-Footprint

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Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf hat mit Unterstützung von Selecta one eine Studie zum „Product Carbon Footprint“ (PCF) der Produktionsphase von Poinsettien erstellt. Wie die jetzt vorgestellten Ergebnisse zeigen, bilden Jungpflanzen aus Afrika den kleinsten Anteil am PCF.

Poinsettien-Mutterpflanzen von Selecta one in Wagagai in Uganda. Foto: Selecta one

Die Produktionsphase umfasst dabei die Mutterpflanzenhaltung und Stecklingsproduktion von Selecta one in Uganda, die Produktion der Fertigware bei einem gärtnerischen Produzenten und die Distribution zum Point-of-Sale im Systemhandel.

Auch Flugzeugtransport schlägt nicht stark zu Buche

Trotz vielfältiger Prozesse in der Jungpflanzenproduktion sowie Flugtransport aus Afrika trägt diese Produktionsphase lediglich 0,1 Kilo Kohlendioxid je Pflanze bei, was einem Anteil von rund zehn Prozent des gesamten PCF (bei nachhaltiger Produktion beim Gärtner) bis zum Point-of-Sale entspricht.

Das ist insbesondere darin begründet, dass durch den verwendeten Input an Produktionsfaktoren (Dünger, Pflanzenschutz, Transport, Energie) ein sehr großer Output durch hohe Flächenproduktivität und geringe Gewichte und Volumina beim Transport entsteht.

„Als ich die Wertschöpfungskette für die Jungpflanzenphase skizzierte, nahmen die darin enthaltenen Prozesse einen großen Raum ein, sodass ich zunächst ein etwas anderes Ergebnis erwartet hätte“, so Dr. Paul Lampert, Bearbeiter des Projektes an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.

Mutterpflanzenhaltung in Europa um ein Vielfaches negativer

Richard Petri, Marketingleiter Selecta one, freut sich über die Studien-Ergebnisse: „Sie geben Antworten auf so manche Falschdarstellung, welche in Publikumsmedien immer wieder verbreitet wird. Die Jungpflanzenphase inklusive Transport aus Afrika spielt eine untergeordnete Rolle hinsichtlich der Freisetzung von klimaschädlichem Kohlendioxid. Eine Mutterpflanzenhaltung in Europa wäre um ein Vielfaches negativer zu bewerten aufgrund des immensen Energieeinsatzes, vor allem Heizung und Strom, den man zusätzlich leisten müsste.“

Die Studie der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ist ein Teilprojekt, das zum Verbundprojekt „ProKonZier“ mit der Hochschule Geisenheim gehört. „ProKonZier“ hat die Nachhaltigkeit von Zierpflanzen im Fokus. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, seine Laufzeit beträgt drei Jahre.