Grüne Branche

„Kalkulation in der Friedhofsgärtnerei“ – die Schritte zum Angebotspreis

„Damit Sie rechnen können – Kalkulation in der Friedhofsgärtnerei!“ Zu diesem Thema referierte Dr. Karl-Heinz Kerstjens – Leiter des Bildungszentrums Gartenbau Essen – am 28. Februar bei der Mitgliederversammlung der württembergischen Friedhofsgärtner.

Dr. Karl-Heinz Kerstjens: „Sie sollten Ihre Zahlen gut kennen!“ Foto: Hanselmann.

„Ich gebe hier nur Methoden vor; Sie müssen jeweils Ihre eigenen Zahlen einsetzen!“ So leitete Dr. Karl-Heinz Kerstjens seinen Vortrag ein vor über 200 württembergischen Friedhofsgärtnern in der Schillerstadt Marbach am Neckar.
Im Vordergrund stand die Ermittlung eines Angebotspreises. Wer dies vor allem darauf ausrichtet, immer billiger als der Wettbewerb zu sein, werde auf Dauer nicht bestehen können. Den „Mittelpreis des Wettbewerbs“ zu wählen ist nach Angabe von Kerstjens auch nicht die empfehlenswerte Methode. Die Formel „Preis aus dem vergangenen Jahr plus XY-Prozent“ wäre in manchen Bereichen – Beispiel: Grabpflege-Jahresverträge – möglich. Generell besser sei aber eine „Kalkulation mit Zielgrößen und strategischer Anpassung“.

Betriebsmittellohn und Lohnherstellkosten

Für eine solche Kalkulation nannte der Referent vier Schritte:

  • Betriebsmittellohn-Berechnung,
  • Berechnung von Zuschlagsätzen auf Basis der Gewinn- und Verlustrechnung,
  • Zeitansatz für Grabpflege,
  • Ermittlung eines Angebotspreises.

Generell unterschied Kerstjens nach den beiden Hauptbereichen vieler Friedhofsgärtnereien, also den eigentlichen Friedhofsarbeiten (Grabneuanlagen, Grabpflege) einerseits, dem Blumengeschäft andererseits. Lesen Sie mehr dazu in der Mai-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 11.