Grüne Branche

Kalkulation von Mehrfachgräbern Fazit

In der Praxis werden Wahlgräber regelmäßig auch als mehrstellige Gräber (Doppel- oder Mehrfachgrab) angeboten. Hier stellt sich die Frage einer angemessenen Kalkulation, die auch für Großgräber attraktive Preisgestaltungen ermöglicht und auf diese Weise die Friedhofskultur stärkt. Der Beitrag zeigt Wege auf, die entsprechenden Gebührensätze aus einem einheitlichen System der Kostenträgerrechnung für die Grabnutzung auf der Basis von Äquivalenzziffernrechnungen herzuleiten und dabei gebührenpolitische Ziele zu berücksichtigen.Von Prof. Dr. Erik Gawel, Frankfurt/Main und Leipzig

Mehrstellige Wahlgräber verursachen höhere Gebühren als ein Einzelwahlgrab. Foto: Jennerich

Zum Typus des Wahlgrabes gehört auch die Möglichkeit, Nutzungsrechte an mehrstelligen Gräbern zu erwerben, zum Beispiel als Doppel- oder Dreifachgrab, allgemein als n-stelliges Mehrfachgrab. Dieses Leistungsmerkmal der Mehrstelligkeit gehört nach Auffassung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes zum „Wesenskern des Nutzungsrechts an einer Sondergrabstelle. Dieser besteht nämlich im Vergleich zur Regelform des Reihengrabs neben der Größe, bevorzugten Lage und freien Auswahl der Grabstätte vor allem darin, durch eine die Ruhezeit des zuerst bestatteten Angehörigen wesentlich übersteigende Nutzungsdauer die Bestattung mehrerer Familienangehöriger in derselben Grabstätte für eine angemessene Zeit zu ermöglichen […].“ Lesen Sie mehr dazu in der August-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 20.