Grüne Branche

Kalkulationsprogramm für Dienstleistungen

Die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) Heidelberg entwickelte ein neues Kalkulationsprogramm für gärtnerische Dienstleistungen. Es soll in einigen Wochen der Praxis zur Verfügung stehen. Grundzüge wurden am 5. Dezember anlässlich des Badischen Zierpflanzentags in Endingen vorgestellt.

Ein Kernstück des Programms ist die Möglichkeit, betriebsindividuelle Betriebsstundensätze für die Dienstleistungsaufgaben zu berechnen. Die Datenerfassung umfasst vier Schritte:

-Lohnkosten je Arbeitskraft einsetzen (einschließlich der Arbeitskraft des Unternehmers und der mitarbeitenden Familienangehörigen!);

-Prozentuale Verteilung der Lohnkosten jeder einzelnen Arbeitskraft auf die Betriebszweige (Produktion, Handel, Dienstleistungen);

-Erfassung und Einbeziehung der Gemeinkosten;

- Bestimmen des Betriebsstundensatzes.

Die Lohnkosten umfassen neben dem Bruttolohn selbstverständlich auch Sozialabgaben, Beitrag zur Berufsgenossenschaft und Behindertenausgleich. Der vorläufige Betriebsstundensatz entsteht aus Lohnkosten plus Gemeinkosten, dividiert durch die Arbeitsstunden. Um das Angebot zu erstellen, werden noch Einzelkosten für Material, Maschinen und Sonstiges ergänzt, ebenso der Gewinn- und Wagniszuschlag. Der Nutzer kann in dem Programm auch extra Betriebsstundensätze für einzelne Trupps oder einzelne Arbeitnehmer, wie Auszubildende, hinterlegen. Eine intensive Schulung in das Programm ist Anfang Februar in Heidelberg vorgesehen.