Grüne Branche

Kameras gegen Klau in Verkaufsräumen

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) hat sich zur aktuell diskutierten Videoüberwachung von Verkaufsräumen gestellt. Sie sei für den Einzelhandel zur Verhinderung und Aufklärung von Diebstählen und Raubüberfällen unverzichtbar. Der HDE wies darauf hin, dass allein im Jahr 2006 im Einzelhandel über 430.000 Ladendiebstähle angezeigt worden seien. Dazu kämen Delikte von Mitarbeitern und Lieferanten. Der jährliche Schaden durch Inventurdifferenzen für den Einzelhandel belaufe sich auf etwa vier Milliarden Euro. Hinzu kämen pro Jahr über tausend Raubüberfälle, bei denen oft auch Einzelhandelsbeschäftigte verletzt würden. Deshalb, so der HDE: "sind die Videoüberwachung des Verkaufsraums und besonders der Kassenzone sowie der gut sichtbare Hinweis darauf eine von der Kriminalpolizei wie auch der Berufsgenossenschaft empfohlene Präventionsmaßnahme."

In mitbestimmten Betrieben müsse der Betriebsrat der Videoüberwachung zustimmen. Wegen des so erreichten höheren Sicherheitsstandards werde die Zustimmung in aller Regel auch erteilt. Dabei sei allen Beteiligten klar, dass die Videoüberwachung nicht dem Ziel dienen darf, in die Privatsphäre der Mitarbeiter einzudringen.