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Kampf gegen Corona-Pandemie: FaireMasken von Pöppelmann

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Einen Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus leistet jetzt auch Pöppelmann. Das Kunststoff-Unternehmen mit Sitz im niedersächsischen Lohne stellt unter dem Namen FaireMasken zur Mehrfachverwendung geeignete Mund-Nase-Bedeckungen her. Kunden aus dem Gesundheitswesen, der öffentlichen Verwaltung sowie Hilfsorganisationen erhalten die Masken laut Pöppelmann zu Sonderkonditionen.

Torsten Mairose, Produktionsleiter des auf Verpackungen, Pharma und Medizintechnik spezialisierten Pöppelmann Zweigs Famac, mit einer der Masken. Foto: Pöppelmann

Frau von Pöppelmann-Mitarbeiter berichtet über Engpass bei Masken

Die Grundidee zur Herstellung der Mund-Nase-Bedeckungen entstand bereits im März innerhalb des auf Verpackungen, Pharma und Medizintechnik spezialisierten Pöppelmann Zweigs Famac. Die in einer Arztpraxis angestellte Frau von Produktionsleiter Torsten Mairose berichtete über die Versorgungsengpässe, die aufgrund der Corona-Pandemie unter anderem im Bereich Schutzmasken bestehen. Im Gespräch mit Mairoses Kollegen Mike Landwehr wurden Anknüpfungspunkte an ein bereits bestehendes Kundenprojekt deutlich – was den Auftakt zu einer abteilungsübergreifenden Kooperation bildete.

Weitere Unterstützung erfuhr das Projekt FaireMasken durch die Geschäftspartner von Pöppelmann. So versorgte etwa Dirk Olberding, Market Manager Consumer der Kraiburg TPE GmbH & Co. KG, das Unternehmen mit einem speziell für medizinische Anwendungen entwickelten Thermoplastischen Elastomer (TPE). Das in den Masken verarbeitete Vliesmaterial wiederum fand sich bei der Schreiner Group in Oberschleißheim, mit der Pöppelmann nach eigenen Angaben seit vielen Jahren partnerschaftlich zusammenarbeitet.

Mund-Nase-Bedeckungen ab sofort im Webshop erhältlich

Mit der Entwicklung von FaireMasken will das Lohner Kunststoff-Unternehmen „im Kampf gegen die Pandemie unser Know-how und unsere Technologien einsetzen, um kurzfristig den gewaltigen Engpass an Masken ein wenig zu lindern“, erklärt Pöppelmann Geschäftsführer Matthias Lesch. „Jetzt ist jeder gefordert, Verantwortung zu übernehmen und seinen Beitrag zu leisten. Wir tun das gemeinsam mit vielen unserer systemrelevanten Kunden, unter anderem aus den Bereichen Diagnostik, Pharmazie und Lebensmittel, indem wir die Versorgung sicherstellen und unter Hochdruck unsere Kapazitäten ausbauen.“

Die Mund-Nase-Bedeckungen – die aus einer der Gesichtsform angepassten Kunststoff-Maske, einem als Filterstoff dienenden Vlies, zwei dieses an der Maske fixierenden Kunststoff-Ringen sowie einem elastischen Band bestehen – können ab sofort im Webshop von Pöppelmann bestellt werden. FaireMasken sind momentan weder zertifiziert noch medizinisch geprüft, sollen den Angaben zufolge aber dazu beitragen, etwa beim Husten oder Sprechen abgesonderte Tröpfchen abzufangen. Das Tragen des Mundschutzes empfehle sich zum Beispiel in der Zusammenarbeit mit anderen, in Bus und Bahn oder beim Einkaufen.

FaireMasken zu fairen Stückpreisen

Wie Pöppelmann betont, können die Masken aus handelsrechtlichen Gründen nicht an Privatpersonen abgegeben werden. Betriebe aus Industrie, Handel und Gewerbe dagegen können FaireMasken zum Stückpreis von 3,50 Euro (inklusive Vlies, plus Frachtkosten) im Webshop des Unternehmens bestellen. Für Kunden aus dem Gesundheitswesen, der öffentlichen Verwaltung sowie Hilfsorganisationen sind die Masken zu Sonderkonditionen – 2,50 Euro je Maske, inklusive Vliesmaterial plus Frachtkosten – erhältlich. „Das finden wir nur fair“, so Lesch. „Denn die Beschäftigten in diesen systemkritischen Bereichen setzen sich in der aktuellen Situation für unsere Gesundheit ein.“

Weitere Nachrichten zur Corona-Pandemie finden Sie unter dem Newstag „Coronavirus“.

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