Grüne Branche

Kaniber zeichnet 250. Naturgarten aus

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Seit 2018 wird in Bayern bereits das Zertifikat „Ausgezeichneter Naturgarten“ verliehen. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber zeichnete kürzlich den 250. Naturgarten in Inzell im Landkreis Traunstein aus.

Kaniber mit (v. l.) dem Präsidenten des Bayerischen Landesverbands für Gartenbau und Landespflege e. V. Wolfram Vaitl, Landrat Siegfried Walch und den Preisträgern Marlene Berger-Stöckl und Hans Stöckl. Foto: Judith Schmidhuber / StMELF

„Jeder Gartenbesitzer kann Beitrag zu mehr Artenvielfalt leisten“

Mit der Aktion „Naturgarten – Bayern blüht“ werden im Freistaat Gärten ausgezeichnet, die besonders naturnah bewirtschaftet werden. Damit werde ein deutlicher Beitrag für mehr Artenvielfalt und Biodiversität geleistet, heißt es in einer Meldung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF). Mittlerweile ist die Anzahl der ausgezeichneten Naturgärten in Bayern auf bereits 250 gestiegen, denn kürzlich erhielt der Naturgarten der Familie Berger-Stöckl die Auszeichnung, die von Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber verliehen wurde. „Ihr Naturgarten ist ein Musterbeispiel dafür, wie auch in kleinen Gärten attraktiver Lebensraum für Insekten und andere Tiere geschaffen werden kann. Jeder Gartenbesitzer kann einen Beitrag zu mehr Artenvielfalt leisten“, sagte die Ministerin.

Anreize schaffen, um Lebensräume zu schaffen

Das Zertifikat „Ausgezeichneter Naturgarten“ existiert bereits seit 2018 und wird vom StMELF gemeinsam mit der Landesvereinigung Gartenbau Bayern verliehen. Um seinen Garten mit einer solchen Plakette auszeichnen zu lassen, verpflichten sich Gartenbesitzer unter anderem dazu, ausschließlich organische Dünger einzusetzen, Torf zu vermeiden und etwa durch Sträucher, Hecken, Blumen oder Kräuter vielfältige Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere zu schaffen. „Mit der Auszeichnung wollen wir Anreize schaffen, unser Gartenland Bayern noch blühender und lebendiger zu machen – für Pflanzen, Tiere und auch für uns Menschen“, erklärt Kaniber den Hintergrund.

Landesvereinigung Gartenbau Bayern ab 2021 für Vergabe zuständig

Um sich zertifizieren zu lassen, können sich interessierte Gartenbesitzer bei der Bayerischen Gartenakademie, beim Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege, den örtlichen Obst- und Gartenbauvereinen oder der Kreisfachberatung an den Landratsämtern informieren. Ab Januar 2021 wird die Landesvereinigung Gartenbau Bayern die Organisation und Abwicklung der Naturgartenzertifizierung eigenständig übernehmen. „Mit der Landesvereinigung haben wir einen hervorragenden Partner, um die Naturgartenzertifizierung weiterhin flächendeckend in Bayern anbieten zu können“, sagt die Ministerin.

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