Grüne Branche

Kassel: Arbeiter finden Frauen-Skelett in ehemaliger Gärtnerei

Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei im Kasseler Stadtteil Jungfernkopf haben Arbeiter bei Rodungsarbeiten vor rund zwei Wochen Menschenknochen gefunden. Ersten Untersuchungen zufolge handelt es sich dabei um das Skelett einer erwachsenen Frau. Aufschluss über deren Identität erhoffen sich die Beamten von den Gerichtsmedizinern und der derzeit laufenden DNA-Analyse. 

Wie das Polizeipräsidium Nordhessen mitteilt, hatten Arbeiter am Nachmittag des 17. Oktober auf dem seit etwa 15 Jahren brachliegenden Gelände der ehemaligen Kasseler Gärtnerei menschliche Knochen gefunden und die Polizei informiert. Diese ließ umgehend die Arbeiten einstellen und sperrte das Gelände ab.

Das zuständige Kommissariat K 11 der Kasseler Kripo hat umgehend die Ermittlungen aufgenommen und den Fundort der Knochen und eines menschlichen Schädels intensiv untersucht. Anhand der Form der Beckenknochen sowie auf dem Gelände aufgefundener Kleidungsstücke wird vermutet, dass diese von einer erwachsenen Frau stammen.

Anzeichen für ein Gewaltverbrechen konnten bislang nicht gefunden werden. Die Knochen liegen den Gerichtsmedizinern zufolge seit mindestens zwei Jahren, vermutlich aber noch länger auf dem ehemaligen Gärtnereigelände. Die Kassler Kripo wertet deshalb auch alle in Frage kommenden Vermisstenfälle des Polizeipräsidiums Nordhessen aus. Das Ergebnis der DNA-Untersuchung wird in der kommenden Woche erwartet.

Das Gelände, auf dem die Knochen gefunden wurden, war bis vor etwa 15 Jahren ein Gärtnereibetrieb. Nachdem der Geschäftsbetrieb eingestellt wurde, verwilderte das Gelände, auf dem sich noch ein altes Wohngebäude befindet, das bis vor etwa sieben Jahren bewohnt wurde. Nach Angaben der Polizei soll es seitdem leer stehen. (ts)