Grüne Branche

Keine Pollen, viele Petalen: gefüllte Lilien

Was den Verkaufsanreiz der Roselily ausmacht, lässt sich erst bei geöffneten Blüten erkennen. Dann sieht der Konsument, dass es Lilien mit gefüllten Blüten sind. Auch der leicht süßliche Duft kommt nun zum Zuge. Außerdem besteht keine Gefahr, die Kleidung durch Lilienpollen zu verschmutzen.

‘Roselily Natalia’, eine neue gefüllt blühende Lilie. Foto: Edwin Hanselmann

Mindestens 18 Petalen – möglichst noch mehr – zu haben und pollenfrei zu sein, zählt zu den Kriterien, damit eine Lilie unter der Markenbezeichnung Roselily verkauft werden kann.

Seit Roselily bei der IPM 2012 ins Blickfeld rückte und eine erste Generation mit zwei Sorten gezeigt wurde, ging die Entwicklung bei dieser Lilien-Variante weiter. Bei den Fachmessen kürzlich in Moskau und in den Niederlanden machte die zweite Generation von sich reden. Sie umfasst acht Sorten, darunter die weiße ‘Roselily Carolina’. Beim Qualitätswettbewerb auf der Flowers Expo in Moskau gab es einen hohen Preis für die pinkfarbene ‘Roselily Isabella’.

Die Entwicklung der Roselily geht zurück auf eine im Jahr 1997 bei Lilienzüchter De Loof in Holland gefundene Mutation. Die Zwiebeln der Roselily kommen derzeit von Zabo Plant, Flamingo/vd Bos sowie Tuberbulb. Exklusiver Anbau der Roselily für den Verkauf als Blumen erfolgt in Holland bei Moerman Lilium und Jong Flowers. Eine Internet-Website informiert über die spezielle Lilie. (eh)