Grüne Branche

Kiribäume: schnell wachsende Gehölze mit großem Potenzial

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CO2-Binder, Bienenmagnet, schnell heranwachsender Schattenspender und nachhaltiger Holzlieferant – der Kiribaum ist ein wahres Multitalent. Spezialisiert auf die vielseitigen Gehölze hat sich das in Tönisvorst ansässige Unternehmen WeGrow, das mit ʻNordMax21ʼ, ʻPhoenix Oneʼ und ʻH2F3ʼ mehrere geschützte Hybrid-Sorten für den kommerziellen Anbau in Deutschland und Europa entwickelt hat.

Der Bundestagsabgeordnete Udo Schiefner (3. v. l.), Eva Kähler-Theuerkauf (3. v. r.) und Landesverbandsdirektorin Christin Haack (r.) ließen sich von WeGrow-Gründer und -Geschäftsführer Peter Diessenbacher (2. v. l.), Sales Manager Manuel de Sousa (2. v. r.) und Sales Director Indra Schulz (l.) die Kiribaum-Produktion in Tönisvorst zeigen. Foto: Landesverband Gartenbau NRW

Jungpflanzenproduktion mit eigenem Labor in Tönisvorst

Die Wurzeln der WeGrow GmbH reichen zurück bis ins Jahr 2009, als Allin Gasparian und Peter Diessenbacher das Unternehmen aus dem Forschungsbereich „Nachwachsende Rohstoffe“ der Universität Bonn heraus gründeten, berichtet der Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen. Mittlerweile betreibe WeGrow in Deutschland und Spanien auf insgesamt etwa 450 Hektar Anbaufläche sowohl eigene als auch Kundenplantagen mit über 500.000 gepflanzten Kiribäumen – umfangreiches Know-how in der Anbautechnik inbegriffen. „Wir haben hier in Tönisvorst eine Jungpflanzenproduktion mit eigenem Labor. Von hier exportieren wir die Kiri-Jungpflanzen inzwischen in 24 Länder“, sagt WeGrow-Geschäftsführer Peter Diessenbacher.

WeGrow mit „enormem Potenzial für eine nachhaltige Holzproduktion“

Der auch Paulownia genannte Kiribaum gilt als der starkwüchsigste Baum unserer Erde, erklärt dazu der nordrhein-westfälische Gartenbau-Landesverband, der dem Unternehmen in Tönisvorst unlängst zusammen mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Udo Schiefner einen Besuch abgestattet hatte. Stimmen die notwendigen Wachstumsvoraussetzungen, ist der Baum demnach in der Lage, in einem Jahr über fünf Meter zu wachsen und in einem Zehntel der Zeit so viel Holzvolumen zu produzieren wie eine Eiche. Zudem lasse sich das gleichmäßig gemaserte und optimal isolierende Kiri-Holz sehr gut verarbeiten und sei damit ein guter Werkstoff für die Möbelmanufaktur, die Caravaning-Industrie sowie für den Boots- und Hausbau. „Ich bin beeindruckt, wie schnell der Kiribaum wächst und wie viele Einsatzmöglichkeiten dieses leichte Holz hat“, so Schiefner. „Mit WeGrow haben wir hier am Niederrhein ein innovatives Unternehmen mit enormem Potenzial für eine nachhaltige Holzproduktion.“

Kiribäume werten landwirtschaftliche Flächen ökologisch auf

Auch die „inneren Werte“ des laut Landesverband Gartenbau erstaunlich kerzengerade wachsenden Baumes mit seinen enorm großen Blättern stimmen demnach – Kiribäume sollen außergewöhnlich viel CO2 binden können. „Interessant ist, dass Kiribäume durch die hohe CO2-Bindung und als Bienenmagnet während der Blühzeit nicht nur zu einer ökologischen Aufwertung von landwirtschaftlichen Flächen dienen, sondern auch eine hohe Wertschöpfung erzielen“, sagt Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbands Gartenbau NRW. Eingesetzt werden können die Bäume demnach aber auch für den privaten und kommunalen Bereich als schnell heranwachsende Schattenspender.

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