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Kiwibeeren: Superfood für den Gartenbau

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Kiwibeeren sind die kleinen, aber doch ganz großen Schwestern der Kiwis. Die Experten in der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Veitshöchheim testen am Versuchsbetrieb Stutel 75 derzeit verschiedene Sorten des Mini-Superfoods auf ihre Markttauglichkeit.

LWG-Versuchsingenieur Alexander Zimmermann nimmt die Kiwibeeren genau unter die Lupe. Foto: LWG Veitshöchheim

„Die Kiwibeere ist nicht nur eine wahre Vitaminbombe, sondern auch reich an Ballaststoffen, macht richtig satt und ist daher als Energie-Snack bestens geeignet“, meint Alexander Zimmermann, Versuchsingenieur am LWG-Versuchsbetrieb Stutel. Und anders als die Kiwi muss sie nicht geschält, sondern kann direkt gesnackt werden.

Unter der Lupe: innere Werte der Kiwibeeren

Neben der äußeren Erscheinung werden auch die inneren Werte der Kiwibeeren unter die Lupe genommen. So stehen nicht nur Farbe und Größe, sondern auch Geschmack und Lagerdauer auf dem Kriterienkatalog. „Neben dem fruchtigen und süßlichen Geschmack achten wir bei der Bewertung auch auf die Färbung des Fruchtfleisches“, so Zimmermann.

Wie bei der Kiwifrucht besticht auch das Fruchtfleisch der Beere durch ein intensives Grün mit den charakteristischen schwarzen Kernen. Aber es gibt auch Sorten, die trotz grüner Schale mit einem roten Fruchtfleisch überraschen.

Kiwibeeren ideal für den Öko-Anbau geeignet

„Die Kiwibeeren sind zudem ideal für den Öko-Anbau geeignet, da sie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge haben“, erläutert Zimmermann. Deshalb wird beim Anbau am Stutel auch auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet. Nach der Blüte Ende Mai können die Früchte von September bis Oktober geerntet werden und reifen auch bei einer früheren Ernte kühl gelagert gut nach.

Die ursprünglich aus Südostasien stammende Frucht wird derzeit vor allem in Spanien, Portugal, Frankreich und Polen angebaut. Die Beere erobere aber mehr und mehr die deutschen Anbaugebiete und kommt auch im Winter gut zurecht. „Damit der Anbau gelingt, muss neben einer weiblichen, Früchte tragenden Pflanze auch eine männliche Pflanze als Bestäuber gepflanzt werden“, erläutert Zimmermann. In den ersten beiden Jahren tragen die Kiwibeeren allerdings noch keine Früchte.

Sorten für Hobbygärtner und den Erwerbsanbau

Neben Sorten für den Hobbygärtner – wie ‘Julia’, die Mehrfach-Hybride „Multi1“ oder der ‘Issai’-Sämling „Japsai“ – gibt es eine ganze Reihe von Favoriten für den Erwerbsgartenbau wie Kreuzungen einer polnischen arguta-Herkunft (Eigenbezeichnung: „Warzawa“-Sämlinge: W1, W10, W12, W14, zudem ein guter männlicher Klon) sowie verschiedene Sämlinge der Sorte ‘Honigbeere’: „Honig1“ bis „Honig 4“. Auch der ‘Ananaskaja-Sämling 10’ zeigte sich wiederholt positiv.