Klasmann-Deilmann verringert CO2-Ausstoß

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Die Firmenzentrale von Klasmann-Deilmann in Geeste im Emsland. Wie das Unternehmen bekannt gab, konnte man innerhalb von zwei Jahren den eigenen CO2-Ausstoß um zehn Prozent verringern. Foto: Klasmann-Deilmann

Der Substrathersteller Klasmann-Deilmann hat seinen Nachhaltigkeitsbericht 2019 bis 2021 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass das Unternehmen den Ausstoß von Emissionen um zehn Prozent verringern konnte.

Nachhaltige Firmenentwicklung aufgezeigt

Der insgesamt achte Nachhaltigkeitsbericht des Emsländer Unternehmens zeigt sämtliche wesentliche Aktivitäten der Gruppe im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Firmenentwicklung auf. Der Bericht entspreche den GRI Standards 2016 und die enthaltene Klimabilanz des Unternehmens wurde zudem vom SGS Istitut Fresenius verifiziert. Aus dem Nachhaltigkeitsbericht geht hervor, dass man im Hause Klasmann-Deilmann den eigenen Emissionsausstoß innerhalb von zwei Jahren um zehn Prozent senken und gleichzeitig den Anteil alternativer Rohstoffe in der Substratproduktion auf 15 Prozent steigern konnte. Durch das Wachstum des Unternehmens seien die Emissionen zunächst einmal zwar gestiegen, wie die Geschäftsführung aber verdeutlicht, konnte die Klimabilanz auf Produktebene aber deutlich verbessert werden. „Das führte zu positiven Effekten in der Klimabilanz auf Unternehmensebene: In den vergangenen zwei Jahren haben wir unsere Emissionen um zehn Prozent vermindert. Auf Produktebene fallen die Einsparungen in vielen Substratmischungen noch deutlich höher aus“, erklärt Geschäftsführer Moritz Böcking.

Ab 2023 keinen reinen Torfsubstrate mehr

Ausschlaggebend für eine verbesserte Klimabilanz seien laut Unternehmensaussage vor allem die zunehmenden Anteile alternativer und nachwachsender Rohstoffe in den Substratmischungen. Hier habe Klasmann-Deilmann den Anteil auf 15 Prozent der Gesamtproduktion, genauer gesagt auf rund 600.000 Kubikmeter gesteigert. Bis 2025 soll der Anteil alternativer und nachwachsender Rohstoffe bereits auf 30 Volumenprozent steigen. „Die Sicherung von Ressourcen bleibt eine der großen Herausforderungen, da Holzfasern, Grünkompost, Kokos und Perlite auch von anderen Branchen begehrt sind und nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen. Wir sind jedoch fest entschlossen, auf diesem Weg zügig weitere Fortschritte zu erzielen. Bereits ab 2023 werden wir keine reinen Torfkultursubstrate mehr anbieten“, wirft Böcking einen Blick voraus.

Kultursubstrate gehören zur kritischen Infrastruktur

Des Weiteren gibt Klasmann-Deilmann an, dass 44 Volumenprozent der Gesamtproduktion im Jahr 2020 an Gartenbaubetriebe in der Ernährungswirtschaft geliefert worden seien, das Unternehmen somit maßgeblich zur Versorgung der Bevölkerung mit gesunden Nahrungsmitteln beitrage. „Damit sind Kultursubstrate Teil der kritischen Infrastruktur“, betont Geschäftsführer Bernd Wehming. „Für Ernährungswirtschaft und Aufforstungsprojekte bleiben Kultursubstrate unverzichtbar, für Zier- und Baumschulpflanzen bilden sie eine wesentliche Grundlage, die grüne Oasen in Stadt und Garten ermöglicht“, verdeutlicht Wehming die Bedeutung von Kultursubstraten. Der gesamte Nachhaltigkeitsbericht kann unter diesem Link eingesehen werden.

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