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Klasmann-Deilmann will CO2-Emissionen reduzieren

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Gut 8.000 Hektar ehemalige Torfflächen hat die Unternehmensgruppe Klasmann-Deilmann bis heute wiedervernässt, aufgeforstet oder für landwirtschaftliche Folgenutzung hergerichtet. „Mehr als 3.800 Hektar dieser Flächen stehen als Biotope dauerhaft dem Natur- und Klimaschutz zur Verfügung“, so Geschäftsführer Norbert Siebels. Das ist einer der Punkte aus dem Nachhaltigkeitsbericht 2016, den der Kultursubstrat-Hersteller zum sechsten Mal in jährlicher Folge veröffentlicht hat.

Emissionsmessungen auf Gewinnungsflächen des Kultursubstrat-Herstellers. Foto: Klasmann-Deilmann

Bei der Wiederherrichtung von Torfgewinnungsflächen unterwirft sich Klasmann-Deilmann freiwillig dem unabhängigen Zertifizierungssystem „Responsibly Produced Peat“ (RPP), das die Auswahl, Nutzung und Wiederherrichtung von Gewinnungsflächen mit strengen Auflagen verbindet. „Das Zertifikat bestätigt unseren Kunden im Produktionsgartenbau, dass unsere Substrate mit verantwortungsvoll gewonnenen Rohstoffen hergestellt werden“, so Siebels.

Absolute Werte der CO2-Emissionen gestiegen

Zwar stiegen die absoluten Werte der von Klasmann-Deilmann verursachten CO2-Emissionen (CO2e) im Zeitraum zwischen 2013 und 2016 um 4.785 Tonnen, „doch dieser Anstieg resultiert aus dem Wachstum unseres Unternehmens“, sagt Geschäftsführer Moritz Böcking. „Wir haben aber auch die Emissionen pro Kubikmeter Substrat von 63 Kilogramm ,CO2e‘ auf knapp 59 Kilogramm ,CO2e‘ gesenkt.“

In der Klimabilanz wurden außerdem die Ergebnisse einer durch Klasmann-Deilmann beauftragten Studie berücksichtigt, bei der nach wissenschaftlichen Kriterien zwei Jahre lang die Emissionen auf Torfflächen gemessen wurden. „Die Rohstoffgewinnung verursacht pro Jahr deutlich weniger klimaschädliche Gase als bisher angenommen“, so Böcking.

Ziel bis 2020: Reduktion auf 160.000 Tonnen „CO2e“

Bis zum Jahr 2020 will Klasmann-Deilmann die eigenen Emissionen auf 160.000 Tonnen „CO2e“ reduzieren. „Das ist angesichts unseres Wachstums ein ehrgeiziges Vorhaben“, so Böcking, „aber wir sehen Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen.“

Hinzu kommen positive Effekte aus dem Geschäftsbereich der erneuerbaren Energien. „Unsere nachwachsenden Rohstoffe tragen insbesondere in den baltischen Staaten zu einer umweltfreundlichen Strom- und Wärmeversorgung bei“, erklärt Siebels.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2016 entspricht den international anerkannten Richtlinien der „Global Reporting Initiative“ (GRI), die breit gefächerte Informationen vorschreiben. Mit den sogenannten „GRI-Standards“ hat Klasmann-Deilmann als eines der ersten Unternehmen in Deutschland die neueste Generation der Richtlinien umgesetzt.

Nachhaltigkeitsbericht künftig nur noch alle zwei Jahre

Der Nachhaltigkeitsbericht hat das Ziel, alle Anstrengungen der Unternehmensgruppe rund um Klima-, Natur- und Umweltschutz sowie die personal- und gesellschaftspolitischen Leitlinien des Substratherstellers transparent zu machen. „Wir nehmen unsere unternehmerische Verantwortung für Ökologie, Ökonomie und soziale Themen sehr ernst und arbeiten in vielen Bereichen kontinuierlich an weiteren Verbesserungen“, fasst Siebels den Bericht zusammen.

Klasmann-Deilmann kündigt an, dass seine Nachhaltigkeitsberichte in Zukunft im Zweijahresrhythmus erscheinen werden, um den hohen Aufwand in einem angemessenen Rahmen zu halten. Beachtliche 88 Seiten umfasst der Nachhaltigkeitsbericht 2016 – gedruckt auf „Papier aus verantwortungsvollen Quellen“ – selbstredend!