Grüne Branche

Klimawandel: Neue Bäume braucht die Stadt

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Extrem langanhaltende Hitze und Trockenheit im vergangenen Jahr und Frühlingstemperaturen im Februar – der Klimawandel macht sich deutlich bemerkbar. Aus diesem Anlass appelliert der Bund deutscher Baumschulen (BdB), bei der Begrünung von Städten unbedingt auf das veränderte Klima zu reagieren.

Einige bewährte Stadtbäume werden immer anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Deshalb wird nach Baumarten gesucht, die gut mit den sich wandelnden Bedingungen zurechtkommen. Foto: BdB/Ferdinand Graf Luckner

Hitze wirkt sich negativ auf Stadtgrün aus

„Spätestens seit dem Hitzesommer 2003 suchen die Fachleute in Forschungsanstalten nach Arten, die mit dem veränderten Klima zurechtkommen, die heiße, trockene Sommer überstehen, aber auch die für unsere Breitengrade typischen Spätfröste im Frühjahr“, so der BdB.

Denn dass sich insbesondere Hitze negativ auf Stadtgrün auswirkt, steht dem Baumschulverband zufolge außer Frage – auch wenn eventuelle Schäden, die der vergangene Sommer an Gehölzen hinterlassen hat, erst im Frühjahr mit dem Austreiben der Bäume sichtbar sein werden.

ARGE Baumschulforschung liefert wichtige Impulse

Damit Baumschulen den sich ändernden klimatischen Bedingungen begegnen und die immer höheren Umweltanforderungen erfüllen können, müssen sie sich immer wieder anpassen.

Wichtige Impulse dazu kommen etwa aus der ARGE Baumschulforschung, die sich als Bindeglied und Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis versteht und im vergangenen Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feierte.

„Forschungsplattformen wie die ARGE Baumschulforschung werden für den Erhalt unseres Stadtgrüns immer bedeutender. Wichtig ist, dass die universitäre Forschung in diesem Bereich gefördert wird. Da sind Bund und Länder in der Pflicht“, erklärt BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl.

Ausmaß des Klimawandels nicht abzusehen

Weil das Ausmaß des Klimawandels zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen sei, „ist eine konstante Forschungsarbeit unabdingbar, um zu verhindern, dass unsere Städte zu Steinwüsten werden und Bäume nicht mehr ihren Auftrag als Klimaschützer wahrnehmen können“, so Guhl weiter.

Die ARGE Baumschulforschung, in der bereits Mitte der 1970er-Jahre die Auswirkungen extremer Wetterverhältnisse auf die Baumschulkulturen thematisiert wurden, fördert den Austausch zwischen Forschung, Beratung und der Baumschulwirtschaft.

In der inzwischen über 50-jährigen Geschichte der ARGE Baumschulforschung hat diese immer wieder Anregungen aus der Praxis aufgenommen sowie die Versuchsaktivitäten der Versuchsansteller vorgestellt und diskutiert. Produktionsverfahren wurden in diesem Zuge angepasst und modernisiert.