Grüne Branche

Klimawandel: neue Broschüre zu den Auswirkungen in NRW

Für Nordrhein-Westfalen (NRW) hat jetzt das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz eine Broschüre zu den Veränderungen durch den Klimawandel vorgestellt, die auch bei den zahlreich im Land angesiedelten Gartenbaubetrieben auf Interesse stoßen dürfte.

Schon jetzt sind die Folgen auf die Umwelt teilweise deutlich zu registrieren. „Der Klimawandel ist kein abstraktes Gebilde. Er trifft jeden. Deshalb ist der Klimaschutz eine der größten Herausforderungen, vor der die Menschheit steht“, sagte NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel.

„Klimaschutz ist nicht nur eine Frage der internationalen Gerechtigkeit, sondern auch eine der ökologischen und ökonomischen Vernunft.“ So habe sich etwa die Zahl der wetterbedingten Schadensereignisse nach Analysen der Münchener Rückversicherung in den letzten 40 Jahren in Deutschland bereits mehr als verdreifacht. NRW kann sich diesem Trend nicht entziehen.

Das NRW-Klimaschutzministerium hat nun, aufbauend auf einem Fachbericht des Landesumweltamtes LANUV, eine Broschüre zum Thema „Klimawandel in NRW. Wie das Klima NRW verändert“ aufgelegt. Für diese 32 Seiten umfassende Broschüre hat das LANUV die verfügbaren Temperatur- und Niederschlagsmessungen der vergangenen 100 Jahre für Nordrhein-Westfalen ausgewertet.

Die Kernaussagen des LANUV-Fachberichtes sind:

  • Die Vegetationszeit hat sich um etwa 16 Tage nach vorne verlagert.
  • Die Jahresverläufe haben sich geändert. Die Länge des Herbstes hat um ca. 17 Tage zugenommen, während die Länge des Winters um ca. 21 Tage abgenommen hat.
  • Die Niederschläge verschieben sich vom Sommer in den Winter.
  • Die Starkregentage mit mehr als 20 Millimeter Niederschlag pro Tag haben zugenommen.
  • Bodenerosionen durch Wasser verursachen in Nordrhein-Westfalen immer wieder Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen, an baulichen Anlagen und Verkehrseinrichtungen. Zwischen 1973 und 2007 betrug die Regen-Erosivität 20 Prozent pro Dekade.
  • Die mittlere Wassertemperatur des Rheins (Station Kleve-Bimmen) hat seit 1978 um etwa 1,2 Grad zugenommen.

Kostenlos herunterladen können Sie sich die Broschüre hier. Nähere Informationen und Bezugsquellen sind auf der Webseite des Ministeriums zu finden. (ts)