Klöckner eröffnet Deutsche Waldtage 2020

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Bundesministerin Julia Klöckner hat in Berlin die Deutschen Waldtage eröffnet. Foto: Fleimax / Pixabay

„Wir brauchen eine Pflanzoffensive für unsere Wälder“, lautet die Schlagzeile des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Damit eröffnete die Bundeswaldministerin Julia Klöckner die Deutschen Waldtage 2020 und betonte die Wichtigkeit des klimaangepassten Waldumbaus und von zukünftigen Baumpflanzungen.

1,5 Milliarden Euro zur Wiederbewaldung

Am Donnerstag eröffnete Bundesministerin Julia Klöckner im Berliner Grunewald die Deutschen Waldtage 2020. Unter dem Motto „Gemeinsam! Für den Wald.“ soll an die Gesellschaft appelliert werden, die Wälder zu erhalten und dazu aktiv beizutragen. Dürre, Stürme und Borkenkäfer haben deutschen Wäldern in den vergangenen drei Jahren massive Schäden zugefügt. Der Schaden betrage demnach aktuell rund 285.000 Hektar, die wiederbewaldet werden müssen. Hierfür hat die Bundesregierung ein Budget in Höhe von 1,5 Milliarden Euro vorgesehen.

Neue Wege bei der Wiederbewaldung beschreiten

Um aber einen klimaangepassten Waldumbau zu ermöglichen, sollen neue Wege beschritten werden. Zunächst stehe die Vorbereitung der geschädigten Flächen für die Wiederaufforstung an. Neben der klassischen Flächenräumung können zukünftig auch Teilräumungen der Flächen zum Einsatz kommen. Ähnlich sieht es auch bei der Wiederbewaldung aus. Um einen gezielten Waldumbau zu erreichen, ist die Pflanzung oft unumgänglich. In anderen Fällen können auch Saat oder natürliche Verjüngung ein Mittel der Wahl sein. Letztlich müsse stets vor Ort nach den jeweiligen Gegebenheiten entschieden werden, welche individuellen Lösungen Anwendung finden, um eine erfolgreiche Wiederbewaldung zu realisieren. Am Beispiel des „Wald.Berlin.Klima“-Pfads im Berliner Grunewald zeigte Klöckner ihre Vorstellung des Waldumbaus auf. Man solle Abstand von den Nadelholz-dominierten Beständen nehmen und sich auf Mischwälder aus Laub- und Nadelbäumen konzentrieren, um den Wald widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Zudem kann sich der Wald somit auch für klimaresistentere Baumarten öffnen, die bislang noch keine Verbreitung gefunden haben.

Deutsche Waldtage sollen Aufmerksamkeit erregen

Um dem Wald eine größere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, wurden die Deutschen Waldtage auf Initiative des BMEL in Partnerschaft mit dem Deutschen Forstwirtschaftsrat ins Leben gerufen. Bundesweit bieten insgesamt mehr als 550 lokale Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen bis zum Sonntagabend die Gelegenheit zum Austausch, zur Information und zum Mitmachen.

„Brauchen Pflanzoffensive für unsere Wälder“

„Der Wald ist unsere grüne Lunge, ein Alleskönner. Seit drei Jahren steht er aber unter Dauerstress. Umso wichtiger ist es, geschädigte Flächen wieder zu bewalden. Wenn wir heute keine Bäume setzen, werden es uns die kommenden Generationen übelnehmen. In der Pflanzzeit jetzt im Herbst brauchen wir daher eine Pflanzoffensive für unsere Wälder. Um sie umzubauen und fit zu machen für den Klimawandel: stabil, klimaresilient und angepasst an den Standort. Dafür haben wir als Bund finanzielle Unterstützung bereitgestellt, zudem investieren wir massiv in die Waldforschung“, erklärt Klöckner.

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