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Köln: Grab für menschliche Organe

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Letzte Ruhe für Herz und Hirn: Auf dem Kölner Melatenfriedhof bekommen Knochen und Organteile von Verstorbenen, die gerichtlich obduziert wurden, eine würdevolle Bestattung. Möglich macht das eine Kooperation zwischen der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner, dem Institut für Rechtsmedizin und einem Kölner Bestattungshaus.

Auf dem Kölner Melatenfriedhof finden menschliche Organe aus der Rechtsmedizin ein würdevolles Grab. Foto: Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner

Ihre letzte Ruhe finden die eingeäscherten Organe und Knochen in der bereits im Jahr 2009 ausgewählten Grabstätte des 1812 verstorbenen Kartäuserpriesters und leidenschaftlichen Tulpenzüchters Joseph Becker. Bevor diese Möglichkeit der Bestattung geschaffen wurde, galten die Organe aus der Rechtsmedizin als medizinischer Sondermüll, der in roten Tonnen entsorgt wurde.

Kölner Friedhofsgärtner: menschliche Körperteile verdienen respektvollen Umgang

„Aber menschliche Körperteile verdienen einen respektvollen Umgang, hierfür haben wir mit der Sammelbeisetzung in unserem Patenschaftsgrab eine gute Lösung gefunden“, ist sich Dirk Klein, geschäftsführender Vorstand der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner, sicher.

Die gärtnerischen Pflegekosten übernehmen die Kölner Friedhofsgärtner. Die Stadt Köln unterstützt die Organbestattung, indem sie per Ausnahmeregelung auf die Erhebung von Friedhofsgebühren verzichtet. Die Ausrichtung der Beisetzungsfeier liegt in Händen des Kölner Bestattungshauses Hoffmann als Kooperationspartner.