Grüne Branche

Kölner Friedhofsgärtner: Stabwechsel steht an

Friedhofsmobil, Bestattungsgärten und Vorsorge-Tag sind nur einige Stationen im aktiven Dienst der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner. 55 Jahre ist die Genossenschaft alt geworden, 33 Jahre lang war Josef F. Terfrüchte als Geschäftsführer dabei. Zum Geschäftsführerwechsel hatte die Genossenschaft jetzt zur Pressekonferenz eingeladen. Dort stellte sich sein Nachfolger Dirk Klein erstmals der Öffentlichkeit vor.

Josef F. Terfrüchte (von links), Marc Zillken und Dirk Klein. Foto: Gabriele Friedrich

Solidarisches Vorwärtskommen habe die 55 Jahre Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner geprägt. Sie sichert die Rahmenbedingungen der Mitgliedsbetriebe und ist eine starke Interessenvertretung, um Lösungen zu finden, die für alle Mitglieder förderlich sind, blickte Vorstandsvorsitzender Marc Zillken zurück. „Wir werben bei allen Verantwortlichen für den Erhalt der Friedhofskultur“, sagte Zillken.

Ziel bleibe ein lebendiges Gedenken an Verstorbene, Friedhöfe als integrierte Stadträume zu erhalten und zu gestalten. Friedhöfe seien nicht nur Orte der Trauer, sondern man wolle diese auch als Stätten der Begegnung und Kommunikation erlebbar machen. Die Dienstleistungen sollen gleichzeitig nicht nur grüner, sondern auch schöner werden. Deshalb war die Genossenschaft in den vergangenen Jahren ebenso kreativ wie design-orientiert, so Zillken.

Die Mitgliederzahlen haben sich stetig nach unten entwickelt. Waren es 1992 noch 88 Mitglieder, sind es in diesem Jahr noch 64. Durch einzelbetriebliche Unterstützung konnten die Familienbetriebe, die keinen Nachfolger gefunden haben, in bestehende Betriebe integriert werden. Trotz der Abgänge gab es bei den Abschlüssen von Jahres- und Dauergrabpflegeverträgen Zuwächse.

Qualitätssicherung sei Aufgabe der Genossenschaft als Treuhandstelle für Dauergrabpflege. Der Vertrauensbeweis spiegelt sich in der Entwicklung der Neuabschlüsse wider, erläuterte Terfrüchte. Waren es vor zehn Jahren noch 481, so sind es im Jahr 2013 bereits 899. Und dies bei über 10.000 Verträgen insgesamt.

Er hat 33 Jahre lang die Geschäftsführung inne und hat die Genossenschaft weiterentwickelt sowie deren Verbund-Unternehmen und Initiativen erfolgreich geführt. Terfrüchte war über 25 Jahre lang auch als Sprecher des Arbeitskreises Friedhof Köln aktiv. Im Kölner Friedhofsbeirat, den er ebenfalls initiiert hatte, will er sich auch in Zukunft aktiv einbringen. Ende Juni 2014 wird Terfrüchte 63 Jahre alt und scheidet auf eigenen Wunsch aus.

Als Berater wird er der Genossenschaft weiter zur Verfügung stehen. Seine Nachfolge tritt Dirk Klein, 44 Jahre, an. Er kommt aus dem Genossenschaftssektor, ist Prokurist der Raiffeisenbank in Kürten-Odenthal. Sorgfältig geplant und gut vorbereitet soll jetzt der Übergang erfolgen. (fri)