Grüne Branche

Kölner Frühling: Heu-Dirndl holt Pokal

Zum 30. Mal fand der Floristen-Wettbewerb „Kölner Frühling“ in diesem Jahr in der Markthalle des Kölner Blumengroßmarktes (BGM) statt. Sechs Stunden nach dem Start stand der Gewinner 2014 fest. Stephan Triebe aus Freyburg konnte den ersehnten Pokal von BGM-Geschäftsführer Raimund Korbmacher in Empfang nehmen. 

Der zweite Platz blieb in Nordrhein-Westfalen: Bernadette Skobek aus Bad Neuenahr stieg auf das Siegertreppchen. Der dritte Platz ging nach Österreich an Katharina Janke aus Graz.

Den fünf Aufgaben rund um das Thema „Hochzeit“ stellten sich in diesem Jahr insgesamt zwölf Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und Südkorea und setzten sich mit vielfältigen Aspekten zum Thema auseinander. Für die erste Aufgabe erhielt jeder einen großen fünfarmigen Leuchter, der als Dekoration für einen Hochzeitstisch floral geschmückt werden sollte. Den ersten Platz bei dieser Arbeit erreichte Katharina Janke, die spätere Drittplatzierte. Sie hatte in einen großen Ring aus Plexiglas, der um den silbernen Leuchter zu schweben schien, eine Vielzahl Reagenzgläser eingefügt und diese mit einer floralen Dekoration geschmückt.

Eine große Herausforderung stellte die zweite Aufgabe dar. Ein florales Brautkleid galt es zu fertigen, das einen Strauß nicht unbedingt erforderlich machte. Die meisten Teilnehmer fertigten ihren Körperschmuck direkt an einem Model, das später auf dem Laufsteg das Kleid dem begeisterten Publikum präsentierte. Gewinner Stephan Triebe hatte das Thema „Landlust“ ausgewählt und für die Braut ein Heu-Kleid gefertigt. Zarte, kleine weiße Blüten wie Muscari, Viola, Margeriten und Scabiosen arbeitete er als florales Oberteil in das Heu-Dirndlkleid ein. Bereits bei dieser Arbeit belegte er den ersten Platz.

Bernadette Skobek, die insgesamt Zweite wurde, schickte ihr Model mit langer Schleppe und Schirm auf den Laufsteg. Katharina Janke fertigte zu einem Fransenkleid ein übergroßes blumiges „Diadem“. Ein ausgefallenes Kleid für eine lässig-moderne Braut zeigte Christina Stahl (Geilenkirchen), die in der Gesamtbewertung auf Platz fünf kam. Sie setze mit einer Nelken-Korsage in abgedunkeltem Pink-Ton Blüten mit nostalgischem Charme in Szene.

Als dritte Aufgabe musste ein floraler Hochzeitsschmuck für den Herrn gearbeitet werden. Hierzu stellten die Teilnehmer ihren Braut-Models jeweils den „passenden“ Herren mit entsprechender Kleidung zur Seite.

Die vierte Aufgabe beinhaltete die Dekoration eines Oldtimers. Mehr als 30 Jahre alte Fahrzeuge wurden dazu passend zu Braut und Bräutigam floral geschmückt. Auch beim Autoschmuck zog sich das Konzept der jeweiligen Teilnehmer wie ein roter Faden weiter. Stefan Triebe blieb den weißen, zarten Blüten treu und dekorierte die Motorhaube seiner schwarzen Limousine mit einem Zweiggeflecht, aus dem die weißen Blüten herauswuchsen. Auf den Kofferträger an ihrem Cabrio hatte Katharina Janke einen alten Koffer befestigt und ihn mit einer üppigen Blütenpracht gefüllt.

Als Hommage an 30 Jahre „Kölner Frühling“ sollte die letzte Aufgabe ausgeführt werden. Gefordert war ein Jubiläumsstrauß mit regionalen Schnittblumen, einer dominierenden Bindestelle, nicht mit der Vase verbunden. Damit unterstrich der Blumengroßmarkt Köln nochmals die Bedeutung seiner Regionalmarke bei Schnittblumen und Topfpflanzen „Ich bin von hier!“. (teba)