Grüne Branche

Kombinierter Anbau von Cannabis und Rosen?

, erstellt von

Das US-Amerikanische Unternehmen Full Moon Investments, das sich in der amerikanischen medizinischen Cannabisindustrie schnell einen Namen gemacht hat, stehe Medienberichten zufolge kurz vor der Übernahme des spanischen Rosenzüchters Aleia Roses. Die Produktion solle zukünftig sowohl Rosen, als auch Cannabis beinhalten.    

Soll die Rosenproduktion bei Aleia Roses ersetzen, medizinisches Cannabis. Foto: 7raysmarketing / Pixabay

Übernahme kurz vor Abschluss?

Einer der letzten Nachrichtenschnipsel über Aleia Roses aus dem Oktober 2019 besagte, dass das Unternehmen freiwillig ein rechtliches Verfahren namens „Voluntary Creditor Contest“ beantragt habe. Aleia Roses hatte sich auf die intensive Züchtung der Rosensorte Red Naomi!, laut eigener Aussage die beste Rose der Welt, spezialisiert. Die Geschäfte damit sollten weitergeführt werden. Doch immer wieder tauchten Übernahegerüchte in den Medien auf. Konkreter soll es nun im Fall der Übernahme von Aleia Roses durch den Amerikanischen Konzern Full Moon Investments sein. Bis heute schreiten Gespräche zügig voran, doch es wurde noch kein offizieller Vollzug gemeldet. Während die Übernahme voranschreitet, wird Aleia Roses weiterhin Rosen züchten. Die Entscheidung, die Blütenkönigin gegen medizinischen Cannabis einzutauschen, wird nach der endgültigen Vereinbarung getroffen werden.

Ideale Voraussetzungen für die Produktion

Erst vor fünf Jahren begann der Bau von dem, was eines der technisch fortschrittlichsten und größten Rosengewächshauskomplexe Spaniens werden sollte. Der 14 Hektar große Standort der Rosenfarm in Soria sei ein fast vergessener Winkel des ländlichen Spaniens, einer Provinz in der autonomen Gemeinschaft Kastilien und León, nördlich vom etwa zwei Autostunden entferntem Madrid. Es ist eine Region mit Ackerland, verstreuten Marktstädten und unberührtem Lebensraum. Die Provinz, die 1.030 Meter über dem Meeresspiegel liegt, zeichnet sich durch ihr mildes Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten, niedrige Luftfeuchtigkeit, ihre relativ geringe Entfernung zum nordeuropäischen Markt und das unberührte Wasser des Duero-Flusses aus.

Kombinierter Anbau von Hanf und Rosen

Das amerikanische Unternehmen habe spanischen Medienberichten zufolge die Genehmigung eines Insolvenzverwalters von Aleia Roses erhalten, der bereits eine gerichtliche Genehmigung für den Verkauf beantragt habe. Demnach sollen die neuen Eigentümer kurzfristig die Leitung des Garray-Gewächshauses übernehmen. Ein angeblicher Betrag von 3,2 Millionen Euro für das Unternehmen und zwei Millionen Euro Schulden bei der Sozialversicherung sollen demnach vom Käufer übernommen werden. Ziel von Full Moon Investmens sei es laut lokalen Medien, das Garray-Gewächshaus der Produktion von Cannabis für medizinische Zwecke zu widmen, eine Aktivität, die seine Spezialität ist. Im ersten Jahr sollen sieben Hektar der insgesamt 14 Hektar großen Anbaufläche für Hanf genutzt werden. Die verbleibenden sieben Hektar sollen zunächst weiterhin für die Produktion von Rosen verwendet werden. Innerhalb eines Jahres allerdings plane man, das gesamte Gewächshaus für Cannabis zu nutzen.

Cookie-Popup anzeigen