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Konsumklima rutscht unter 10-Punkte-Marke

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Die Stimmung der Verbraucher hat sich uneinheitlich entwickelt, so die Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland im Oktober 2016. Während die Konjunkturaussichten nach drei Rückgängen in Folge wieder zulegen, müssen sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung Einbußen hinnehmen.

Trotz des schwächeren Konsumklimas gehen Experten davon aus, dass die deutsche Wirtschaft weiter wachsen wird. Foto: Fotolia Denys Prykhodov

Konsumklima: Indikator seit Juni erstmals unter 10-Punkte-Marke

Der Gesamtindikator Konsumklima prognostiziert für November 9,7 Punkte nach 10,0 Zählern im Oktober. Damit hat der Indikator zum ersten Mal seit Juni 2016 wieder die 10-Punkte-Marke unterschritten.

Die Bundesregierung geht in ihrer Herbstprognose von Anfang Oktober davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr geringfügig stärker wachsen wird als noch im Frühjahr vorausgesagt. Sie hat ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr von 1,7 auf 1,8 Prozent angehoben. Für das kommende Jahr erwartet sie einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 1,4 Prozent.

Schwächelndes Konsumklima Folge schwieriger Außenwirtschaft

Die Abschwächung der Konsumstimmung in Deutschland ist weniger durch die Entwicklung der harten Fakten im Inland, wie Beschäftigung und Einkommen, bedingt, sondern eher eine Folge des schwieriger gewordenen außenwirtschaftlichen Umfeldes. Laut Prognose wird das Weltwirtschaftswachstum weiterhin schwach bleiben. Darüber hinaus dürften die zahlreichen internationalen Krisenherde, die zum Teil auch die Terrorgefahr für Deutschland erhöhen, etwas auf die Stimmung drücken.

Dennoch kann man davon ausgehen, dass der private Konsum auch in diesem Jahr einen entscheidenden Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland leisten wird. Nach wie vor geht GfK davon aus, dass die Konsumprognose von etwa 2 Prozent für dieses Jahr erreichbar ist.