Grüne Branche

Krematorium Lindau: Saniert und Verfahrenstechnik umgestellt

Das in kommunaler Regie der Stadt Lindau (Bodensee) betriebene Krematorium verfügte in der letzten Ausbaustufe über zwei Elektroofenanlagen. Ende 2008 fiel die Grundsatzentscheidung für einen verfahrenstechnischen Neuanfang mit einem erdgasbefeuerten Etagenofen und katalytischer Filtration zur Rauchgasreinigung.

Auf Initiative des 1904 gegründeten örtlichen Feuerbestattungsvereins wurde 1931 das Lindauer Krematorium auf dem Aeschacher Friedhof erbaut und am 19. Oktober des gleichen Jahres in Betrieb genommen. Im ersten Betriebsjahr wurden damals lediglich elf Kremationen durchgeführt. Das in kommunaler Regie der Stadt Lindau (Bodensee) betriebene Krematorium ist neben fünf Friedhöfen zentraler Bestandteil einer gewachsenen Friedhofstradition und verfügte in der letzten Ausbaustufe über zwei Elektroofenanlagen, die alternierend in Verbindung mit einer Rauchgasreinigung nach dem Prinzip der Trockensorption (Flugstromverfahren) betrieben wurden.

Die mit den installierten Einrichtungen verbundenen hohen Reparatur- und Erhaltungskosten, die mit dieser Anlagentechnik nicht mehr zu erreichenden gesetzlichen Emissionsanforderungen und nicht zuletzt die hohe Störanfälligkeit der Altanlage führten Ende 2008 in der Stadtratsitzung zur Grundsatzentscheidung für einen verfahrenstechnischen Neuanfang mit einem erdgasbefeuerten Etagenofen und katalytischer Filtration zur Rauchgasreinigung. Die Planung und technische Ausschreibung oblag dem Ingenieurbüro Hummrich & Feigel. Den Zuschlag erhielt schließlich im Juli 2009 die Firma Dipl.-Ing. Ruppmann Verbrennungsanlagen GmbH in Stuttgart.  Mehr dazu in der Oktober-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 29.