Grüne Branche

Kürbisse zurück in die Erfolgsspur?

2013 gab es einen leichten Dämpfer für die Branche. Haushalte kauften weniger Kürbisse. Die ersten Angebotsaktionen liefen bereits im August. Nun soll es wieder bergauf gehen: Die Kürbisernte fand in diesem Jahr aufgrund günstiger Witterungsverhältnisse schon früher statt als im vergangenen Jahr.

Nach einem durchwachsenen Jahr 2013 hofft die Branche auf den Aufschwung. Foto: Fotolia

In der jüngeren Vergangenheit schrieb der Kürbis in Deutschland seine Erfolgsgeschichte von Jahr zu Jahr fort. Produktion und Verbrauch stiegen kontinuierlich. 2013 gab es einen ersten kleinen Dämpfer. Erstmals seit sieben Jahren sind die Kürbiskäufe der privaten Haushalte nicht weiter gestiegen.

Vielmehr war ein Rückgang um ein Prozent auf 564 Gramm je Haushalt zu verzeichnen. Das zeigt eine AMI-Analyse auf Basis des GfK-Haushaltspanels. Allerdings mussten die Verbraucher auch deutlich mehr für Kürbisse ausgeben als in den vorangegangenen Jahren. Mit durchschnittlich 1,84 Euro pro Kilogramm waren Kürbisse knapp elf Prozent teurer als 2012.

144 Gramm Kürbisse pro Haushalt bis August gekauft
In diesem Jahr haben die privaten Haushalte in Deutschland bis einschließlich August bereits 144 Gramm Kürbisse je Haushalt gekauft. Das sind fast 85 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und die mit Abstand größte Menge der vergangenen sieben Jahre. Es bleibt aber abzuwarten, ob das echter Zuwachs ist, oder ob sich die Saison einfach, so wie auch schon bei anderen Gemüsearten, nach vorne verschoben hat.

In Deutschland wurden 2013 auf einer Fläche von 2.899 Hektar Speisekürbisse angebaut. Damit war die Fläche zwar gut zwölf Prozent größer als im Jahr davor, in den Jahren davor waren die Wachstumsraten aber noch höher ausgefallen. Die größten Kürbisflächen in Deutschland liegen in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Trotz der größeren Anbaufläche ist die Erntemenge 2013 um 14 Prozent auf 59.617 Tonnen zurückgegangen. (ts)