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Kulturtechnik: Substrat im Winter anpassen

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Kulturpflanzen verdunsten im Winter deutlich weniger Wasser als im Sommer. Ihr Wasserbedarf ist deshalb entsprechend niedriger. Die auf Substrate spezialisierte niederländische Zertifizierungsorganisation RHP weist darauf hin, dass sich durch die Wahl eines nicht an die Jahreszeit angepassten Substrats das Risiko von Wurzelproblemen erhöht.

Mit saisonal angepassten Substraten lassen sich Wurzelprobleme verhindern. Foto: RHP

Laut RHP beeinflussen verschiedene Faktoren das Wachstum und die Aktivität der Wurzeln. Dazu gehören die Verfügbarkeit von Sauerstoff und Wasser, die Temperatur, der Eindringwiderstand sowie pH- und EC-Wert. Bei geringerem Wasserverbrauch der Pflanze erhöht sich das Risiko eines Sauerstoffmangels im Substrat. Dies kann Wurzelprobleme verursachen, erklärt RHP.

Im Winter stärker durchlüftetes Substrat als im Sommer

Um diese Probleme zu verhindern, sollte der Gärtner ein saisonal angepasstes Substrat verwenden. Im Winter ist demnach ein stärker durchlüftetes Substrat zu empfehlen als im Sommer, vor allem bei schnell wachsenden Kulturen.

RHP erwähnt die je nach Jahreszeit unterschiedliche Nährstoffaufnahme der Pflanzen. Im Winter nehmen sie weniger Wasser, aber mehr Nährstoffe auf als im Sommer. Zusätzlich gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Pflanzenarten. Um ein optimales Wurzelmilieu für eine bestimmte Kultur zu schaffen, müssen Substrat-Typ, Wasserversorgung und Nährstoffangebot gut aufeinander abgestimmt werden.

RHP-zertifizierte Substrate sollen guten Kulturstart garantieren

Wie die Organisation angibt, sorgen RHP-zertifizierte Substrate für einen guten Kulturstart. Der Gärtner könne sicher sein, dass das Substrat die Ansprüche an Wasser- und Luftgehalt, pH- und EC-Wert sowie Reinheit erfüllt und ohne Risiko für die Kultur verwendet werden kann.

RHP garantiert nach eigenen Angaben die Qualität von Kultursubstraten von der Rohstoffgewinnung bis zur Auslieferung an den Gartenbaubetrieb.