Grüne Branche

Kunden waren 2009 im Rausch für draußen

Getrübte Stimmung zu Beginn des Jahres, dann guter Absatz von Beet- und Balkonpflanzen: Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnten die Zierpflanzenbetriebe im Rheinland recht zufrieden sein. Georg Hanka, Vorsitzender des rheinischen Fachverbandes Zierpflanzen, beschrieb die Saison bei dessen Jahrestagung in Straelen. Gerade Anfang des Jahres lief der Zimmerpflanzenabsatz zwar nicht schlecht, jedoch lag der gesamte Schnittblumenhandel danieder. Dies änderte sich schlagartig mit dem Wetterwechsel Anfang April. Nach kürzester Zeit wurden Stiefmütterchen und Geranien nebeneinander verkauft. Der Übergang von klassischer Frühjahrsproduktion zu Beet- und Balkonware war nahezu fließend. Verluste aus dem zeitigen Frühjahr, insbesondere bei Stauden, konnten bis zum Sommer ausgeglichen werden. Nachteilig habe sich das sonnige Frühjahr für die Zimmerpflanzen ausgewirkt, denn die Kunden waren regelrecht im Rausch für draußen, sagte er. Die Sommer- und Herbstproduktion schloss sich eigentlich recht zufriedenstellend an. Trotzdem lasse das wirtschaftliche Ergebnis zu wünschen übrig, denn der Kostendruck blieb deutlich spürbar. In zwei Bereichen sehe es völlig anders aus: Blühende Zimmerpflanzen standen unter erheblichem Preisdruck. Speziell Orchideen, über viele Jahre der Renner, waren eindeutig mit zu viel Ware auf dem Markt, was sich auf alle blühenden Zimmerpflanzen auswirkte.