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Lafayette kauft Kettler

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Lafayette Mittelstand Kapital übernimmt in einem Asset Deal die Vermögenswerte des Freizeitartikelherstellers Kettler. Rund 700 Arbeitsplätze sind vorerst sicher. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Auch im Kettler Werk Parsit sollen die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Foto: Kettler

Kettler seit 2015 angeschlagen

Einen entsprechenden Vertrag, der die Übernahme der Marken- und Lizenzrechte regelt, haben die Parteien gestern unterzeichnet. Kettler hat sich seit der Firmengründung auf Gartenmöbel, Sport- und Fitnessgeräte sowie das im Jahr 1961 erstmals produzierte Kettcar spezialisiert. 2015 war das Traditionsunternehmen in die Krise geraten. Damals hatte eine selbst herbeigeführte Insolvenz die feindliche Übernahme durch einen Finanzinvestor verhindert.

Nun scheint die Schieflage beseitigt. Rund 500 Arbeitsplätze in den Werken in Soennern, Ense-Parsit und Werl des 1949 im sauerländischen Ense-Parsit gegründeten Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 100 Millionen Euro gehen auf die neue Kettler Gruppe über. Gut 170 der derzeit noch 700 Mitarbeiter sollen in den kommenden Wochen in eine Transfergesellschaft wechseln, in der sie weiter beschäftigt und qualifiziert werden.

Lafayette: „Kettler – Mittelständler mit besonderem Wachstumspotenzial“

„Gerade in Umbruchsituationen beteiligen wir uns seit zehn Jahren an mittelständischen Unternehmen mit besonderem Wachstumspotenzial“, erläutert ein Sprecher der Lafayette Mittelstand Capital. „Kettler, immer wieder Trendsetter und 2007 zur ‚Marke des Jahrhunderts‘ gekürt, passt gut zu unserer Beteiligungsphilosophie. Unserer Philosophie entsprechend wollen wir gemeinsam mit dem Management, angeführt von Olaf Bierhoff, mit einem Turnaround die Kurve von der Traditions- zur Trendmarke kriegen“.

„Dank der tatkräftigen Mitwirkung aller Beteiligten konnten wir nach einem zu Beginn recht schwierigem Prozess nun eine Lösung erarbeiten, welche dem Unternehmen erlauben sollte, erstmals nach langer Zeit sich wieder auf Wachstum und der Dienstleistung für Kettler begeisterte Kunden und Händler fokussieren zu können“, so Olaf Bierhoff der designitierte Geschäftsführer der neuen Kettler Gruppe.

Der Kaufvertrag steht noch unter Gremienvorbehalt und weiteren vereinbarten Bedingungen. Diese müssen noch in diesem Jahr erfüllt werden, damit der Kaufvertrag rechtswirksam werden kann.