Grüne Branche

Landesgartenschau Bingen: Verfahren wegen Korruptionsverdacht gegen Schmauder eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat das Ermittlungsverfahren gegen Matthias Schmauder im Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2008 in Bingen jetzt eingestellt. Gegen Schmauder, Geschäftsführer der Landesgartenschau Landau 2015, war in seiner Funktion als ehemaliger Geschäftsführer der Landesgartenschau Bingen ermittelt worden. Schmauder war damals mit bis zu sechs weiteren Personen unter Korruptionsverdacht geraten. 

Matthias Schmauder, Geschäftsführer der Landesgartenschau Landau. Foto: LGS GmbH

Das Ermittlungsverfahren wegen Korruptionsverdacht und Vorteilsannahme im Amt für Dritte wurde nun vollumfänglich nach StGB§170 (2) mangels Tatverdacht eingestellt, informiert die Landesgartenschau Landau GmbH. „Damit habe ich felsenfest gerechnet und ich bin nach den über drei Jahren andauernden Ermittlungen extrem erleichtert“, betonte Schmauder, nachdem er von der Einstellung des Ermittlungsverfahrens erfahren hatte.

Grund für das Ermittlungsverfahren war ein Sponsoringvertrag mit einem Unternehmen, das gleichzeitig Substrate für die Landesgartenschau Bingen lieferte. Laut Information bestätigte die Staatsanwaltschaft nun, der Vorfall sei völlig transparent abgelaufen, weshalb niemandem etwas vorzuwerfen sei. Es habe weder Anhaltspunkte für korruptes Verhalten noch für eine persönliche Bereicherung gegeben, heißt es.

Zudem weist die Staatsanwaltschaft auf die systembedingte Anwerbung von Sponsorengeldern, auch bei Lieferanten, hin. „Einnahmen durch Sponsoring und Lieferrechte sind bisher auch bei den aktuellen Gartenschauen gewollt und zur Deckung der Veranstaltungskosten unabdingbar notwendig“, so Schmauder.

Für die Landesgartenschau Landau habe man deshalb einen von Juristen geprüften und mit dem Umweltministerium abgestimmten umfangreichen Verhaltenskodex entwickelt, um Verdächtigungen zu vermeiden. Alle Zuwendungen an die Landesgartenschau GmbH müssen demnach vom Aufsichtsrat genehmigt werden, wodurch eine größtmögliche Transparenz und Kontrolle gewährleistet sei. (ts/lgs)