Landesgartenschau Überlingen findet erst 2021 statt

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Staudenpflanzungen im Uferpark der Landesgartenschau Überlingen. Foto: Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH

Den planmäßigen Start der Landesgartenschau Überlingen am 23. April hatte die Corona-Pandemie bereits unmöglich gemacht. Jetzt haben sich die Verantwortlichen endgültig entschieden, die Veranstaltung ganz ins kommende Jahr zu verlegen. Die Gartenschau am Bodensee soll nun vom 9. April bis 17. Oktober 2021 ihre Tore öffnen.

Team der Landesgartenschau geht erst einmal in Kurzarbeit

Nachdem das Land Baden-Württemberg grünes Licht für die Verschiebung der Landesgartenschau gegeben hatte und die Landesregierung die finanzielle Unterstützung der Stadt Überlingen im Hinblick auf das durch die Corona-Krise ausgelöste prognostizierte Defizit von rund sechs Millionen Euro zugesagt hatte, stimmten jetzt auch der Gemeinderat der Stadt Überlingen sowie der Aufsichtsrat der Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH als entscheidende Gremien zu.

„Wir sind sehr erleichtert, dass wir nun Gewissheit haben, was vor allem auch dem Team der Landesgartenschau und all den Partnern, die uns immer unterstützen, guttut. Und das Finanzpaket der Landesregierung hilft uns natürlich sehr, das zu erwartende Defizit einzugrenzen“, kommentiert Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Jan Zeitler die Verschiebung. Das Team der Landesgartenschau wird nun in den kommenden Monaten erst einmal in Kurzarbeit gehen, wie die Geschäftsführer der Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH, Roland Leitner und Edith Heppeler, ergänzen.

„Unendlich schade für alle, die sich so unglaublich engagiert haben“

Als eine „vernünftige und kluge Entscheidung“ bezeichnet auch Uschi App, stellvertretende Vorstandsvorsitzende im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) Baden-Württemberg, die Verschiebung der Landesgartenschau – auch wenn dies natürlich „unendlich schade für alle, die sich so unglaublich engagiert haben, um die Landesgartenschau Überlingen zum Erfolg zu führen“ sei. Damit spielt App unter anderem auf die Mitgliedsbetriebe ihres Verbands an, die insgesamt 13 hochwertige Gärten für die Ausstellung geplant, gestaltet und gebaut haben.

In den Schaugärten stecken App zufolge „nicht nur extrem harte Arbeit, sondern auch das Herzblut unserer Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner“. Entstanden sind neun Villengärten auf dem Land sowie erstmals vier schwimmende Gärten. Diese wurden vom Überlinger Osthafen aus, wo die Landschaftsgärtner die Inseln bepflanzt haben, mit einem Schiff über den Bodensee bis zur Steganlage im Ausstellungsbereich Villengärten gezogen und festgemacht. Mit der Konzeption der schwimmenden Gärten hatte der VGL den Künstler und Landschaftsarchitekten Herbert Dreiseitl beauftragt, mit ihrem Bau wurde Anfang dieses Jahres begonnen.

Landschaftsgärtner wollen in Überlingen auch 2021 begeistern

„Ob auf Wasser oder auf dem Land – jeder Garten steht als Glanzpunkt für sich. Denn in diesen völlig verschiedenen Gärten ist echte Lebensqualität unter freiem Himmel entstanden“, erklärt Uschi App. Aber auch wenn diese Schaugärten nun erst im kommenden Jahr mit der Öffnung der Landesgartenschau Überlingen für Besucher zugänglich sein werden, ist die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des VGL Baden-Württemberg überzeugt, dass das Gartenschau-Publikum von den Beiträgen der Landschaftsgärtner begeistert sein wird. „Wir werden 2021 umso mehr zeigen, was in einem Garten alles machbar ist.“

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