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Landesgartenschau Wittstock: Erlebnis „wachsender Garten“

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Am 18. April öffnet die Landesgartenschau im brandenburgischen Wittstock ihre Tore – und geht in ihrer gärtnerischen Konzeption auch neue Wege. Die Besucher können zum ersten Mal in der Geschichte der brandenburgischen Landesgartenschauen einen wachsenden Garten erleben.

Rosenkönigin Tanja vor dem Garteninfotreff im „Wachsenden Garten“. Foto: Landesgartenschau Wittstock

Besucher im Dialog mit GaLaBauern und Produktionsgärtnern

„Sie können zuschauen, wie ein Garten entsteht, wie er gestaltet wird und sie können mit den Garten- und Landschaftsbauern sowie den Produktionsgärtnern, die diesen Garten errichten und gestalten, ins Gespräch kommen“, kündigt der gärtnerische Beauftragte der Wittstocker Landesgartenschau, Hagen Roßmann, an.

Eine Fläche von 1.000 Quadratmetern ist im Friedrich-Ebert-Park für den wachsenden Garten vorgesehen. Bei ihm handelt es sich um ein gemeinschaftliches Projekt der Landesgartenschau, des Gartenbauverbands Berlin-Brandenburg und des Fachverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin-Brandenburg.

Bauarbeiten im wachsenden Garten an den Wochenenden

Zur Eröffnung der Landesgartenschau am 18. April wird sich dieser in noch recht ursprünglicher Form präsentieren. Dann werden Garten- und Landschaftsbau-Betriebe beginnen, den Garten aufzubauen. „Die Bauarbeiten werden immer an den Wochenenden erfolgen, wenn die meisten Besucher auf der Landesgartenschau erwartet werden“, erläutert Roßmann.

So soll im Lauf der Landesgartenschau alles entstehen, was einen modernen privaten Garten ausmacht: Hochbeete werden errichtet, Rasenflächen mit den entsprechenden Bewässerungssystemen entstehen, Terrassen werden gebaut, Trockenmauern hochgezogen, Wege mit unterschiedlichsten Pflasterungen sowie ein Gartenteich angelegt. Auch eine Pergola und Sitzmöglichkeiten werden im Garten platziert.

Garten am Ende der Landesgartenschau „ausgewachsen“

„All die Arbeiten erfolgen nach einem vorgegebenen Plan, sodass die einzelnen Elemente des wachsenden Gartens sich zu einem einheitlichen, harmonischen Bild zusammenfügen. Und am Ende der Landesgartenschau werden wir einen fertigen Garten an dieser Stelle haben“, versichert Roßmann.

Die Bepflanzungen werden jahreszeitlich immer wieder verändert und erneuert. Begleitet werden die Bauarbeiten mit Fachvorträgen im Gärtner-Info-Treff, die sich inhaltlich mit den gerade aktuellen Bauarbeiten befassen. Dieser befindet sich ebenfalls auf dem Gelände des wachsenden Gartens.

Großer Schau und Erlebniswert in Wittstock

Der wachsende Garten stelle eine neue Spielart in der Präsentation der brandenburgischen Landschafts- und Gartenbau-Branche auf Landesgartenschauen dar. „Bei uns in Wittstock können die Besucher live erleben, wie ein Garten entsteht. Dadurch entsteht ein großer Schau- und Erlebniswert, aber auch Einblicke in die Vielfältigkeit der Berufszweige“, so Rossmann.

Das sei auch ein Vorteil gegenüber den sogenannten Themengärten, wie sie früher auf Landesgartenschauen üblich waren: Hobby-Gärtner könnten sich bei Experten Tipps für die Gestaltung ihrer eigenen Gärten abholen.

Mehr zur Landesgartenschau in Wittstock lesen Sie in der TASPO 14/2019, die Sie im TASPO Online-Shop abrufen können.