Grüne Branche

Landesvereinigung in Bayern: Gartenbau will seine Position stärken

Die Präsidenten von fünf gärtnerischen Verbänden unterzeichneten am 29. Februar 2008 die "Münchner Erklärung", mit der sie die Landesvereinigung Gartenbau Bayern ins Leben riefen. Der Bayerische Gartenbau-Verband, der Bund deutscher Baumschulen Landesverband Bayern, der Landesverband Bayerischer Gemüsegärtner, der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) sowie der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege wollen künftig enger zusammenarbeiten. In diesen Verbänden sind insgesamt 6.500 Betriebe mit 40.000 Beschäftigten der Gartenbauwirtschaft und 535.000 private Gartenbesitzer organisiert. Der Umsatz der Gartenbauwirtschaft in Bayern beträgt insgesamt 3,4 Milliarden Euro. Der Anteil an kommunalen Grünflächen stieg nach Angaben des Statistischen Landesamtes in der Zeit von 1980 bis 2004 von 6.000 auf 13.500 Hektar. Die Landesvereinigung hat das Ziel, die Interessen des bayerischen Gartenbaus sowohl gegenüber der Politik als auch der Bevölkerung angemessen zu vertreten. In der Münchner Erklärung vereinbarten sie fachliche Themen, die sie gemeinsam bearbeiten wollen. Die Themen umfassen die Bereiche Gesundheit und Erholung, Gartenkultur, Städtisches Grün, Landesverschönerung sowie Umwelt- und Klimaschutz. Bei den strukturellen Themen möchten sie die gartenbauliche und landespflegerische Fachkompetenz in der öffentlichen Verwaltung sichern. Für kleine und mittelständische Unternehmen wollen sie Initiativen starten, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Die gartenbaulichen Lehr-, Versuchs- und Forschungseinrichtungen sollen gestärkt und die Hochschulausbildung am Standort Weihenstephan gesichert werden. Ebenso soll die Ausbildung an den Berufs- und Fachschulen weiterentwickelt werden. Wie Ulrich Schäfer, Präsident des VGL, gegenüber der TASPO erläuterte, ist das Ziel dieses Zusammenschlusses, dass der Gartenbau als einheitliche Gruppe auftritt und sich gegenüber der Politik deutlicher positionieren kann. Anders als die Landwirtschaft habe man sich in den letzen Jahren zu sehr auseinander definieren lassen, was sich auch im Ministerium widerspiegele. Bei der Landesvereinigung handele es sich um einen lockeren Verbund von Leuten, die mit Grün zu tun haben. Man wolle sich keiner Vereinigung verschließen, die mit Grün zu tun hat. Zweimal im Jahr wolle man an die Öffentlichkeit treten. Der Name "Landesvereinigung Gartenbau Bayern" wurde gewählt analog zur "Landesvereinigung Bauwirtschaft Bayern". Sein Verband sei dort seit drei Jahren vertreten und habe sehr gute Erfahrungen gemacht, so Schäfer.