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Landgard: bestes Konzernergebnis der Geschichte

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Landgard hat „zwei große Schritte in eine erfolgreiche Zukunft“ gemacht: Dieses Resümee zog Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard eG, gestern auf der Vertreterversammlung. Mit dem im Geschäftsjahr 2014 erzielten bislang operativ besten Ergebnis setzt sich der Aufwärtstrend der Vermarktungsorganisation fort. Für das laufende Jahr wird sogar ein Konzernergebnis im positiven Bereich erwartet.

Die Landgard Vertreterversammlung am 25. Juni 2015 in Kevelaer. Foto: Landgard

Ergebnis vor Steuern noch im negativen Bereich

Mit minus 6,9 Millionen Euro liegt das Ergebnis vor Steuern (EBT) für 2014 zwar noch im negativen Bereich. Verglichen mit dem Vorjahr ist Landgard zufolge aber dennoch eine Verbesserung um 21 Millionen Euro zu verbuchen, was einem Plus von 75,3 Prozent entspricht. Unerwartet gut habe sich auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) entwickelt, das mit 25,7 Millionen Euro über Vorkrisenniveau lag.

Für strahlende Gesichter bei den Verantwortlichen dürfte aber vor allem das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gesorgt haben, das mit 53,3 Millionen Euro (plus 32,6 Prozent gegenüber 2013) das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte markiert. Wie Landgard bei der Verkündung der Zahlen gestern hervorhob, haben „erhebliche Verbesserungen bei den ehemaligen Hot Spots Godeland und Bloomways, die Trennung von Verlustbringern sowie die erfolgreiche Senkung von Sach- und Personalkosten“ maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen.

Umsatz 2014 witterungsbedingt leicht gesunken

Lediglich der Umsatz ist Landgard zufolge mit 1,752 Milliarden Euro gegenüber 2013 leicht gesunken. Als Grund hierfür nannte der Vermarkter neben den Auswirkungen der zum Teil extremen Wetterlagen in der Kernsaison 2014 vor allem die bewusste Einstellung des Vertriebs in der Schweiz im Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen sowie den Verzicht auf negative Handelsgeschäfte im Bereich Obst & Gemüse. Negative Effekte in diesem Geschäftsfeld seien zudem durch das russische Handelsembargo entstanden.

„Das Geschäftsjahr 2014 war ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Neuausrichtung und Sanierung von Landgard“, sagte Rehberg im Rahmen der Vertreterversammlung in Kevelaer. „Die Entwicklung zeigt: Wir haben einen, nein sogar zwei große Schritte in eine erfolgreiche Zukunft von Landgard gemacht. In der Restrukturierung haben wir noch einmal kräftig Tempo aufgenommen und die Hot Spots erfolgreich abgeschlossen. Landgard hat sich mehr als stabilisiert, das operative Geschäftsergebnis gestaltet sich in Anbetracht der schwierigen äußeren Umstände gut und sogar deutlich besser als vor der Krise in den Jahren vor 2011.“

Weichen für die Zukunft stellen

Rehberg zufolge komme es nun darauf an, gemeinsam mit den Mitgliedern und Kunden die entscheidenden Weichen für die Zukunft zu stellen und diese konsequent umzusetzen. Zumindest die Finanzierung von Landgard ist schon mal bis Ende Februar 2016 gesichert, die Anschlussfinanzierung werde derzeit gemeinsam mit Vertretern des Finanziererkreises aufgestellt. Die bislang geführten Gespräche ließen ein Scheitern der Finanzierung allerdings nicht befürchten.

Ein Baustein für die Anschlussfinanzierung ab März 2016 sei die vorgeschlagene Erhöhung der Geschäftsanteile auf 2.000 Euro je Anteil, der die Vertreter im Rahmen der nicht-öffentlichen Versammlung am 25. Juni mit einer deutlichen Mehrheit von 95 Prozent „grünes Licht“ gaben. „Mit dieser überwältigenden Zustimmung setzen die Eigentümer der Landgard eG ein wichtiges Zeichen der Zustimmung und Unterstützung ihrer Genossenschaft“, so Rehberg.

Veränderungen im Aufsichtsrat von Landgard

Veränderungen gab es im Aufsichtsrat von Landgard. Turnusgemäß schieden die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Udo Acquistapace, Theo Germes und Werner Terheggen aus, wobei Germes und Terheggen von der Vertreterversammlung einstimmig wiedergewählt wurden. Hingegen stand Acquistapace für eine Wiederwahl nicht mehr bereit. Michael Gerlif legte altersbedingt sein Amt nieder, Stefan Klein wurde nach seinem Ausscheiden einstimmig als Ersatzmitglied gewählt.

Bereits im Vorfeld der Versammlung wurden mit Martin Flintrop, Hilko Dahlke, Jürgen Int-Veen, Sylvia Wegelin, Peter Zander und Wolfgang Schubert erstmals Mitarbeitervertreter für den Aufsichtsrat der Landgard eG gewählt.

Vor diesem Hintergrund stellten sich auch Willi Andree, Norbert Artmeyer, Manfred Rieke und Bert Schmitz der Wahl durch die Vertreterversammlung und wurden einstimmig wiedergewählt. Bei der anschließenden konstituierenden Sitzung des neuen Aufsichtsrates wurden Bert Schmitz als Aufsichtsratsvorsitzender und Werner Terheggen als sein Vertreter in ihren Ämtern bestätigt. Neuer Stellvertreter ist Hilko Dahlke.