Grüne Branche

Landgard bleibt auf Sanierungskurs

Weiter auf Sanierungskurs bleibt der Vermarkter Landgard. Dieser Prozess werde sich sicherlich auch noch bis 2015 hinziehen, so Finanzvorstand Gerold Kaltenbach. Dabei sei die Finanzierung weiterhin mittelfristig gesichert und bis Ende 2014 bestehen stabile Kreditlinien, die Zahlungsziele seien gesichert. 

Landgard-Vorstände Gerold Kaltenbach (l.) und Karl Voges. Foto: Gabriele Friedrich

Kaltenbach äußerte sich im Gespräch mit der TASPO auf der IPM in Essen optimistisch und will den Weg der Sanierung stringent weiterführen. Derzeit werde am Abschluss des Jahres 2012 gearbeitet, er nannte vorläufig einen Umsatz von über zwei Milliarden Euro und damit ein gutes operatives Geschäft. Die Sanierungsschwerpunkte im vergangenen Jahr lagen bei den Bereichen Bloomways, Godeland und dem Geschäft in Großbritannien, diese seien fast fertig abgeschlossen. Auch in diesem Jahr werde die Sanierung fortgesetzt, vor allem mit einer weiteren Kostenreduzierung, alle Abläufe und Prozesse kommen dabei auf den Prüfstand, so Kaltenbach.

Gut gelaufen sei im vergangenen Jahr das Geschäft bei den Abholmärkten. Ohne neue aufzumachen, sei dies noch weiter ausbaufähig. Auch der Bereich Obst und Gemüse habe sich 2012 gut entwickelt, so Kaltenbach, ebenso das operative Geschäft der Veiling Rhein-Maas. Neben IPM und Fruit Logistica hat sich Landgard auch auf der BioFach in Nürnberg engagiert. Wie die Regionalität stehe auch das Biosegment stark im Fokus. Für Landgard Bio GmbH sowie das Tochterunternehmen Käpplein Bio liegen die Schwerpunkte bei den Themen Planung, Erzeugung und gebündelte Vermarktung heimischer Bio-Erzeugnisse.

Neben den Produktbereichen Obst und Gemüse sind auch biologisch erzeugte Zierpflanzen, insbesondere Gräser und Stauden der Marke flor BIO sowie Bio-Cyclamen vorgestellt. In Zukunft möchte Landgard auch im Bio-Bereich weiter wachsen, mit Produkt-Serien sollen neue Märkte erschlossen, neue Erzeugerbetriebe sollen gewonnen werden.

Im Januar hat bei Landgard Karl Voges im Vorstand seine Arbeit aufgenommen. Er soll künftig den Bereich Obst und Gemüse verantworten und sich aber insgesamt verstärkt um die Belange der Erzeuger kümmern. Er habe schon mit vielen Mitgliedern, Partnern, Produktgruppen und Erzeugern Gespräche geführt. Das werde vor allem seine künftige Aufgabe sein. Den Kontakt mit den Erzeugern und den Kunden möchte Voges weiter intensivieren, sagte er in Essen.

Auf dem Stand von Landgard standen die Produkte und ihre Wertschätzung im Fokus. Ähnlich wie in einer Galerie wurden alle Fachbereiche mit Produkten hinter Glas präsentiert. Im Mittelpunkt stand jedoch die Kommunikation mit den Mitgliedern, mit Kunden und Erzeugern. (fri)